Und noch eine Serie aus dem Hause Folgenreich konnte vor 4 Tagen die zehnte Folge feiern: Jack Slaughter, die etwas andere Dämonenjägerin, Verzeihung, Jäger natürlich, und seine schräge Truppe bekommen es in der Jubiläumsepisode mit einem Werwolf zu tun. Oder genauer gesagt mit einem Werwolf-Biss, denn niemand anderer als Dr. Kim Novaks Bruder Chuck wird, als er einer jungen Frau gegen eines der Monster beisteht, von diesem gebissen und verwandelt sich bei Vollmond nun selbst in einen blutrünstigen Wolf. Zu allem Überfluss taucht auch noch ein professioneller Werwolfjäger in Jacksonville auf, so daß Jack, Kim und Tony einerseits den ausser Kontrolle geratenen Chuck bändigen und ein Heilmittel für ihn suchen, ihn gleichzeitig aber auch vor dem Jäger schützen müssen, der nichts lieber täte als den Karatetrainer mit einer Silberkugel ins Jenseits zu befördern.
Anders als bei der Schwesterserie Dorian Hunter, die ebenfalls die zehnte Episode feierte, und bei der die Macher das mit einer Doppelfolge, diversen Gästen und zwei Liveaufführungen in Hamburg und Berlin angemessen würdigten (siehe unsere Rezension und den Livebericht), hat man hier fast das Gefühl, man hätte genau im Gegenteil das Ganze extrem reduziert und würde das Jubiläum in aller Stille begehen wollen.
So hat man für die Folge zusätzlich zum bekannten Stammpersonal lediglich zwei Gastsprecher dazugeholt: Zum Einen Tilo Schmitz in der Rolle des Werwolfexperten Zoran Lovari, dessen sonoren Bass viele als Synchronstimme für Ving Rhames, Michael Clarke Duncan oder Christopher Judge im Ohr haben werden, und zum anderen Lutz Schnell, der zwar auch einige Schauspieler synchronisiert (u.a. Kevin Chapman und Vincent D’Onofrio), den man wohl aber am besten als deutsche Stimme von Tim in den Tim und Struppi – Verfilmungen oder auch als Stimme von Torti Schlumpf kennen dürfte, und der in der Geschichte den mexikanischen Werwolfjäger Django Rodriguez spricht.
Das Ensemble agiert auch auf gewohnt hohem Niveau, besonders sticht in dieser Folge Tobias Kluckert als Chuck Novak hervor, aber trotzdem will die Geschichte irgendwie nicht so richtig in Schwung kommen. Oder anders gesagt: In dem Moment, wo ein bißchen mehr Action aufkommt, ist das Ganze auch schon wieder zu Ende, die Auflösung kommt einfach deutlich zu schnell. Ich will hier jetzt nicht von einem Rückfall in die Angangszeiten sprechen, dazu haben die Macher über die Zeit zu viele der von Fan- und Kritikerseite bemängelten Mängel erfolgreich abgestellt, aber die Folge zählt in meinen Augen in jedem Fall nicht zu den stärksten der Serie. Schade, da hätte man sich für’s Jubiläum mehr gewünscht!
Weitere Infos:
ISBN: 978-3-8291-2356-3
Autor:
redbeard
Weiteres:
Verlag:
Universal Music Family Entertainment/ Folgenreich
ISBN:
978-3-8291-2356-3
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Artikel eingestellt:
01.06.2010
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