Initiiert wurden Pyramaze im Winter 2001/2002 vom dänischen Gitarristen Michael Kammeyer, der seine Version vom melodischen, powervollen Metal unter’s Volk bringen wollte. Auf der Suche nach Mitstreitern wurde er dabei nicht nur in der Heimat fündig, sondern gelangte per Internet an den amerikanischen Keyboarder Jonah Weingarten und etwas später auch an den ebenfalls aus den US of A stammenden Lance King. Und gerade letzterer ist natürlich eine hochgradige Bereicherung für das Debüt „Melancholy Beast“, hat der Mann doch zum einen ausreichend Erfahrung (Balance Of Power/Mattson/King’s Machine und Gemini) und zum anderen ein geiles Organ, das gerne mal an Geoff Tate erinnert. Musikalisch agiert die Band auch nicht allzu weit entfernt von frühen Queensryche gepaart mit der Power, die Bands wie Brainstorm an den Tag legen und eine Schippe Bombast im Stile von Kamelot wird der Geschichte auch noch zugeführt. Das Ganze ergibt eine äußerst gelungene Mischung, die glücklicherweise fernab tausendmal gehörter Bombast-Fantasy-Mucke liegt, sondern durchaus eine satte Portion Heaviness auffährt. Gerade wer sich auch mit Balance Of Power oder den frühen TNT anfreunden konnte, dürfte hier richtig liegen. Zieht euch einfach mal „The Journey“ oder „Legend“ rein und euch dürfte klar werden, welch Potential in dieser Band steckt.
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