Dass SAXON noch lange nicht zum alten Eisen gehören haben sie erst diesen Sommer auf dem Wacken Open Air mit einer grandiosen Klassiker-Show wieder unbestreitbar bewiesen. Umso mehr war ich gespannt ob das neue Album "Lionheart" dem Standard der Liveshows gerecht werden kann. Und gleich vorweg, "Lionheart" ist einfach ein gutes Album geworden. Es reiht sich nahtlos in die Liste der SAXON-Hochkaräter ein und zeigt deutlich, dass die Mannen um Biff Byford auch in Zukunft wohl noch den ein oder anderen Klassiker im Ärmel haben.
Gewohnt Riffbetont, angereichert mit diversen Killermelodien, rocken sich SAXON durch die knappe dreiviertel Stunde Heavy Metal und verstehen es mit Stampfern wie "Man And Machine", Mid-Tempo Rockern à la "Searching For Atlantis" oder schnellen Double-Bass Nummern in Form von "To Live By The Sword" oder dem Titeltrack "Lionheart" die Köpfe rollen zu lassen. Dass SAXON auch vor moderneren Einflüssen nicht zurückschrecken zeigt unter anderem der Song "Justice", was dem Fünfer jedoch auch sehr gut zu Gesicht steht.
Das abschließende "Flying On The Edge" erscheint zwar ein wenig überflüssig, ansonsten gibts an "Lionheart" aber nichts zu bemängeln. Knackige Produktion von Charlie Bauernfeind, treibendes Drumming von Jörg Michael (der Fritz Randow ersetzt) und eingängige, typsiche SAXON Songs dürften Argumente genug für den Kauf dieser Scheibe sein!
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