Und wieder kommen wir zur Rubrik "Platten die keinen Spaß machen" und nehmen uns heute mal den Buchstaben "C" vor. Es gibt soviele geile Metalbands mit "C", Cirith Ungol, Crossfire, Candlemass, warum zum Geier muß mir ausgerechnet Concept vor die Nase kommen. Es ist nicht superschrecklich, was die Italiener sich da zurechtbasteln, aber irgendwie hat man den Kram so oft schon ertragen müssen, daß einem die Sauce sauer aufstößt. Die Zutaten sind einerseits fröhlich vor sich hin speedender Happy Metal und andererseits frickeliger Progmetal mit einer kleinen Prise 80er Neo Progrocks bei einigen der besseren, eindringlicheren Melodien und ruhigeren Passagen. Der Sound ist komischerweise sehr lebendig und natürlich, was die Platte aber auch nicht rettet. Alte Melodicspeedhelden aus Skandinavien tauchen vor dem geistigen Auge auf, diese guten Ansätze werden aber wieder durch die langweilig harmlosen Refrains zerpflückt. Die Gitatarrenarbeit ist manchmal echt okay, nicht der typische Mix aus stumpfen Schraddelrhythmen auf der einen und gnadenlos fidelnden Soli auf der anderen Seite. Der Mann hier weiß, wie man gute Riffs schmieden könnte, bekommt sie aber nur zur Hälfte fertig. Und das urtypische Progmetalgefrickele offenbart leider kaum wirkliche Emotionen, ist einfach nur Morsecode. Einige schöne Leadgitarrenparts schleichen sich ein und können das Album immer noch ein wenig retten, aber von wirklichen Meilensteinen wie Sacred Blade oder den seit fast zwanzig Jahren ohne Plattenvertrag herumkrebsenden Epicproggern Thunder Rider ist das hier Lichtjahre entfernt. Bei Underground Symphony warte ich wirklich auf die Adramelch Scheibe. Das hier ist wieder mal typischer Durchschnitt ohne neue Impulse für den progressiven Metal, dafür mit zuvielen fröhlichen Powermetalelementen. Für Genrefans könnte es die 15,50 bei Hellion wert sein. Ich bin raus.
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