Beginnend mit einer ruhigen Piano-Einlage, peitscht der Opener "Helplessness" sogleich mit einem fast schon an Death-Doom erinernden Riff aus den Boxen und drückt mit den geschrienen Vocals erstmal alles an die Wand, bevor der zweite Song "Making Up For List Time" mit seinem Thrash- und Hardcore-Einschlag und prügelnden Blasts gleich in eine gänzlich andere Richtung schielt. Mit dem groovenden Mittelpart findet man aber dann schnell Parallelen zur schleppenden Nummer Eins, so dass es stilistisch doch zusammenhängt.
INSENSE, norwegischen Ursprungs, wollen sich mit "Soothing Torture" ums Verrecken nicht in einer Schublade fangen lassen und springen vom düsteren, langsamen Wall zu schnellen Thrash Attacken, Hardcore-Riffs und dem härtesten Todesblei entliehenen Knüppelorgien. Das ganze wirkt, verstärkt durch das dermaßen drückende Soundgewand, unglaublich intensiv und lässt die fiesen Growls und Brüllattacken als auch stellenweise cleanen Vocals noch schärfer den Ohrenschmalz passieren.
"Soothing Torture" ist wahrleich kein einfaches Werk, aber dieser vertonte Hassbatzen hat durchaus seine Qualitäten und weiß sich vom langweiligen Metalcore-"Plattenvertrag-weils-Trend-is"-Einheitsbrei durch seine Intesität, die stets mit einem roten Faden versehenen Stilsprünge und nicht zuletzt das brachiale Liedgut abzuheben. Ob INSENSE mit "Soothing Torture" großen Erfolg haben werden, bleibt abzuwarten, dazu ist das Material insgesamt wohl für die breite Masse zu sperrig (man ziehe sich nur mal das vertrackte "Constriction" rein)... vielleicht ist das aber auch ganz gut so.


01. Helplessness
02. Making Up For Lost Time
03. I, Deviant
04. Gasping For Air
05. Constriction
06. The Forgiving Embrace
07. Soothing Torture
08. Clawing At The Nerve
09. A Prayer For The Feeble
10. Fallout
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