Um bei neuen Acts einer Vorverurteilung zu entgehen habe ich mir angewöhnt, dem beigefügten Bandinfo und auch dem CD-Booklet zunächst keinerlei Aufmerksamkeit zu schenken, sondern zunächst die pure Musik auf mich wirken zu lassen. Immer seltener stößt man dabei allerdings auf wirkliche Überraschungen.
Doch als „Uncreation“ seine erste Runde im Schacht dreht, bin ich platt wie die viel zitierte Flunder. Was für kraftstrotzende Riffs – was für eine Hammerstimme! Männlein oder Weiblein – wer gibt da sein Megatalent überhaupt zum Besten? Ok – das Bandinfo muss her und tatsächlich bestätigt sich, dass eine holde Weiblichkeit namens Veronica Freeman (Ex-Malady) BENEDICTUM ihre Stimme leiht und zwar in einer Manier, wie man es in den letzten Jahren von kaum einem Mann vernommen hatte.
Der Opener und Titelsong ist eine Mördergranate – Heavy Metal in Reinkultur – Killer und schon jetzt der Song des Jahres 2006 für mich. BENEDICTUM klingen wie eine Mischung aus Morgana Lefay und den seligen, gottgleichen frühen Savatage! Wer die Alben bis zu „Hall Of The Mountain King“ verehrt, liegt bei „Uncreation“ genau richtig. Dabei kann man nicht einmal behaupten, dass die Band altbacken klingt, denn sie bringen soviel Frische, Spielfreude und Heavyness in ihre Songs, dass man sich dem Bann dieses Album nur schwerlich entziehen kann. Auch Craig Goldy (Dio) und Jeff Pilson (Dokken) sind Fans der Truppe und unterstützen diese, wo es nur geht.
Aber noch mal zurück zu den Songs: „#4“ beispielsweise bretzelt hervorragend und begeistert mit fetten Männerchören (Achtung: Keine Tralala-Mucke á la Strato und Konsorten) und „Ashes To Ashes“ – was für eine Röhre! Unglaublich, dass solch eine optisch ansprechende Frau (lechz!!!) auf so ein Organ zurück greifen kann. „Uncreation“ ist Heavy Metal in Reinkultur und dieses Quintett aus San Diego wird seinen Weg machen!
BENEDICTUM - Interview mit Sängerin Veronica
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BENEDICTUM - Dominion
(Rezension)
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