Aus den Tiefen Wäldern Finnlands kommt die Ausnahmeband TENHI, die mich bereits in der Vergangenheit mit ihren ausdrucksvollen, ergreifenden und schlichtweg wunderschönen Neofolk-Kompositionen begeisterte und auch ihr aktuelles Album „Maaäet“ ist ein Kunstwerk der Ruhe, Emotionen und Naturmystik geworden.
TENHI entführen den aufmerksamen Hörer in eine Welt jenseits der Zivilisation, wo die Natur noch wirklich Natur ist, wo dichte Wälder die Erde bedecken, wo die Zeit still zu stehen scheint.
Man hat den Eindruck, den Wind zwischen den Bäumen zu hören, hier und da das rhythmische Plätschern eines Baches, der sich seinen Weg durch die dunklen Tiefen eines geheimnisvollen Landstriches bahnt und man spürt förmlich die Einsamkeit, die einem einen Schauer den Rücken jagt.
Es scheint, als wären die Sonnenstrahlen noch niemals zum Boden durchgedrungen, doch auch im tiefsten Dunkel gibt es Licht und so findet man auch auf „Maaäet“ helle Momente, die die Melancholie für eine kurze Zeit durchbrechen.
„Maaäet“ ist ein Abum für Träumer und solche, die es noch werden wollen geworden und Glanzmomente, die einer besonderen Erwähnung bedürfen, findet man auf „Maaäet“ nicht – jedes einzelne Stück ist ein Meisterwerk für sich geworden und man sollte „Maaäet“ wohl am besten im Ganzen auf sich wirken lassen, damit es seine dunkle Schönheit voll und ganz entfalten kann.
Zugegebenerweise braucht man allerdings schon ein paar Hördurchläufe, um „Maaäet“ richtig zu begreifen, denn sonderlich eingängig sind die folkigen Stücke sicher nicht – hat man sich aber einmal darauf eingelassen und erkannt, wie erhaben, tiefgründig und hervorragend das Album geworden ist, wird man süchtig und kann von TENHI gar nicht genug bekommen!
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