Uh Oh! Schon wieder ein Produkt aus dem reichhaltigen Fundus meiner "allerliebsten Lieblingsplattenfirma" ProgRock Records. Nachdem PRR mir letztens mit dem "Genuss" des JIM GILMOUR Solowerkes, welches ich "unglaublich genossen" habe, eine "große Freude" gemacht haben, ist nun bereits die nächste Scheibe an der Reihe.
Aber Überraschung: Das kann man sich wirklich mal anhören. Ja, das ist sogar richtig cool, was PROJECT CREATON hier abliefern.
Für die Leute unter euch, die von PROJECT CREATON noch nichts gehört haben (wird wohl die Mehrzahl sein): PROJECT CREATION ist ein ambitioniertes Prog Rock Project des Multi-Instrumentalisten Hugo Flores, der hier zusammen mit diversen Gastmusikern aus dem portugiesischen Raum ein töftes Konzeptalbum abliefert. Die Story handelt von der Bevölkerung eines sterbenden Planeten, die ein Raumschiff (die "Floating World") bauen um neue Lebensräume im All zu erschliessen.
Umgesetzt wird diese Geschichte in 14, zum Teil instrumentalen Stücken,welche mit allerhand Brimborium angereichert sind: weite Keyboardteppiche werden ausgelegt, mehrstimmige Chorgesänge angestimmt, obligatorische Solopassagen praktiziert und selbst vor nativ-amerikanischen Einflüssen in Form von diversen Flötenharmonien und Percussion wird hier nicht zurückgeschreckt. Ja, ein tolerantes Ohr braucht man, um sich auf PROJECT CREATION einzulassen, zumal auch die weibliche Gegenstimme zum männlichen Gesang einem manchmal arg auf den Senkel geht. Bestes Beispiel hierfür ist sicherlich der zwete Track "Living under a Blue Sky". Die rein männlichen Mehrstimmigkeiten hingegen kommen richtig fett, gerade im Opener und Titeltrack.
Vom Artwork her gibts hier auch nicht viel zu meckern (zumal es nicht grün ist ;) ). Insgesamt lässt sich also sagen, dass Hugo Flores mit seinem PROJECT CREATION hier ne richtig coole Scheibe abgeliefert hat, die Fans von atmosphärischen Prog Rock im Stil von Ayreon, oder auch Art/Psychedelic Rock im Stil von Pink Floyd durchaus überzeugen könnte. Wenn ihr jedoch reinhört, solltet ihr wissen, dass die Scheibe seine Zeit braucht und nicht sofort zündet. Am besten zuhause gemütlich machen (was immer für "Hilfsmittel" man dafür braucht) und in Ruhe zu Gemüte führen.
Autor:
ehemaliger Mitarbeiter
Bewertung:
7 von 10 Punkten
Weiteres:
Label:
ProgRock Records
Leserwertung:
8.5 Punkte / 9 Stimmen
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Artikel eingestellt:
12.04.2006
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