Er ist wieder da – Pasi Koskinen, Ex-Shouter der Todesmetaller AMORPHIS meldet sich zurück und schlägt ungewohnt staubige Gefilde ein: als neuer Mann von MANNHAI, einer bereits länger existierenden Stoner Rock-Formation aus Finnland, die sich jüngst von ihrem Sänger trennten, meistert er den gewagten Sprung von der eisigen Kälte des hohen Nordens in die sengende Hitze der Wüsten dieser Erde. Kurz gesagt: der Schritt vom Death Metal zum Stoner Rock gelingt Herr Koskinen fabelhaft und er fügt sich wunderbar in seine neue Band ein, die mit ihrer nunmehr vierten Langrille den Asphalt zum Schmelzen bringt.
Bei „Hellroad Caravan“ ist der Name Programm, Song für Song gibt’s eine geballte Ladung furztrockenen Rock’n’Roll auf die Mütze und selbst nach wer weiß wie vielen Durchläufen, dreht die Scheibe ihre Runden in der Anlage, ohne auch nur ein wenig an Biss verloren zu haben. Das Teil wird einfach nicht langweilig…Hell yeah, geil!
Der knackige Opener „Shellshock“ frisst sich durch Mark und Bein und bereits hier ist der Suchtfaktor gefährlich hoch – spätestens nach „Spaceball“, welches in Finnland bereits für über drei Wochen in den Top 10 zu finden war, ist man von „Hellroad Caravan“ derart benebelt, dass man die Langrille nicht mehr aus dem Player nehmen will, weil die groovig tiefergestimmten Klampfen, Pasis cleaner, rotziger Gesang und die druckvoll basslastige Produktion so gewaltig Arsch treten.
Vergleiche mit Bands wie alten BLACK SABBATH, KYUSS, QUEENS OF THE STONEAGE oder ALICE IN CHAINS liegen auf der Hand, und doch ist es so, dass MANNHAI mit „Hellroad Caravan“ etwas absolut Eigenes unter die Hörerschaft schmettern – ein Album, das man nicht so schnell vergessen wird, wenn man erst einmal in seine Fänge geraten ist.
Eigentlich fast schon eine Pflichtscheibe für den Sommer!
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