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OBSESSION - Carnival Of Lies

OBSESSION - Carnival Of Lies

Ja, geil! Erinnert ihr Euch noch an die glorreichen US Metal- Scheiben der 80er, wo man in der eigenen Hall Of Steel wild bangend, mitgröhlend mitscreamte und mitposte, was das Zeug hergab? Genau das lässt sich prima mit dem Comeback der Amis von OBSESSION anstellen!

Die Älteren unter Euch werden sich vielleicht an diese göttliche Band erinnern, die in eben diesen 80ern mit der EP „Marshall Law“ (1984), „Scarred For Life“ (1986) und dem wohl mit Abstand am geilsten Scheibchen „Methods Of Madness“ (1987)drei geile Vinyl-Stücke veröffentlichten. Viel zu schnell hat diese Band danach das Zeitliche gesegnet, in der unheimlich viel Potential steckte. 2002 hat sich die Band wiedergefunden und seit 2003 wurde an neuen Songs geschrieben. Geil, dass es noch Bands gibt, die sich soviel Zeit für das Songwriting nehmen!

Im Vergleich zu den älteren Alben gibt es allerdings nur noch Aushängeschild und Tausendsassa Michael Vescera (Ex- LOUDNESS, Ex- YNGWIE MALMSTEEN, KILLING MACHINE, THE REIGN OF TERROR usw.) und drummer Jay Mezias, die sich als Verstärkung Bassist Chris McCarvill (JEFF SCOTT SOTO BAND), Gitarrist John Bruno und seinen Kollege Scott Boland geholt haben.


Einzelne Songs kann man eigentlich gar nicht hervorheben, weil es auf diesem Album NUR Kracher gibt! Egal ob das Speed Metal-Lehrstück „Smoking Gun“, das stark an die „Methods Of Madness“- Scheibe erinnernde Titelstück oder das mit einem starken Refrain ausgestattete, eher galoppierende Stück „In for the kill“. Und das waren gerade mal die ersten drei Tracks! Es gibt absolut KEINE Filler oder durchschnittliche Tracks auf diesem Stück Stahl. Es ist keineswegs so, dass nach den ersten drei Stücken nix mehr kommt, wie man das von anderen Bands so kennt. Egal ob das rockige „Imagening“ oder den Uptempo-Smasher „I Don´t Belong“, der mit richtig geilen backing vocals ausgestattet ist, während das melodische „Written in blood“ eher an das MICHAEL VESCERA PROJECT erinnert, mit denen Michael bereits drei Alben veröffentlicht hat. Dazu kommen bei „Guilty as charged“ einmalig auch balladeske Töne, das zudem ein Killer-Solo beinhaltet – wie eigentlich alle Soli auf dieser CD ein ziemlicher Hammer sind! Außerdem gibt es noch zwei neue Versionen von „In For The Kill" und „Marshall Law“, die vom ´83er Demo stammen. Die Japan-CD beinhaltet zudem den Bonustrack „Panic In The Streets“ vom Methods Of Madness“- Album (gibt´s übrigens als kompletten Download auf der Homepage der Band), wir Europäer erhalten dafür den Rausschmeisser „Judas“.

Natürlich sind OBSESSION 2006 nicht mehr ganz so wild, unstrukturiert und entfesselt wie in den 80ern gerade auf „Methods Of Madness“, aber der Sound ist 100 %ig eine Fortführung dieser Alben! Auch produktionstechnisch, denn die ist knallig, furztrocken und tritt trotzdem gewaltig Arsch! Produziert hat das Ding Sänger Michael Vescera himself unfd man merkt, dass er durch seine unglaublich vielen Projekte genug Erfahrung gesammelt hat, um seiner Band diesen Sound zu verpassen.

Von den Musikern möchte ich eigentlich Niemanden hervorheben, alle sind technisch topfit. Die Rhythmus-Sektion um drummer Jay Mezias und Bassist Chris McCarvill peitscht die Band gnadenlos nach vorne und die Gitarristen John Bruno und Scott Boland liefern sich Gitarrenduelle en masse. Aber was Sänger Michael Vescera hier veranstaltet, MUSS unterstrichen werden! Der Mann dürfte mittlerweile über 40 Jahre alt sein, singt aber wie ein junger Gott, nämlich wie auf den bereits veröffentlichten Scheiben der Band! Die Stimme passt zum Sound der US Metal- Veteranen wie der berühmte Arsch auf den Eimer!

Diese Scheibe dreht sich nicht umsonst seit Wochen verdammt oft in meinem Player. Auch meine Kumpels, denen ich das Ding vorgespielt habe und die was mit US Metal anfangen können, waren begeistert. Einziges Problem an der Scheibe ist, dass sie nicht im Laden zu bekommen ist. In Deutschland am besten über die websites www.hbfr.de, www.amazon.de oder bei www.hellionrecords.de.

Alles andere als die Höchstnote lässt diese Scheibe nicht zu. Die hat sich die Band einfach verdient!! Hoffentlich kann man die Band wenigstens auf dem einen oder anderen Festival bewundern. So, ich geh wieder headbangen, holt Euch die Scheibe, auf deren Homepage gibt es Songs zum reinhören!

Bei Amazon suchen! Bei blackscaped.de suchen! 01. Smoking Gun
02. Carnival of Lies
03. In for the Kill
04. Playing Dead
05. Imagining
06. The Offering
07. Pure Evil
08. I Don't Belong
09. Written in Blood
10. Guilty as Charged
11. Marshall Law
12. Judas

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Zu dieser Rezension:

Autor:
ehemaliger Mitarbeiter

Bewertung:
10 von 10 Punkten

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Label:
Metal Mayhem Music
Band-Webseite:
www.theobsession.net

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Artikel eingestellt:
04.11.2006

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