REALITY GREY ist eine noch sehr junge Band, die sich dem melodischen Death Metal verschrieben hat, der oft unverkennbare Ähnlichkeiten mit der Musik von diversen Genre-Größen wie zB In Flames, At the Gates und Konsorten aufweist, wobei aber die die Songs ansich trotzdem unglaublich eigenständig klingen, sodass das ganze nicht wie eine billige Kopie rüberkommt. Die fünf Italiener haben erst im Jahr 2004 ihre Demo „Reborn in Apathy“ veröffentlicht und schließen nun mit ihrem ersten Full-Length Album „Dakrest Days Are Yet To Come“ an.
Nach einem kurzen Intro, das gekonnt und reibungslos ohne Verzögerung den Opener „Reality Grey“ einleitet, geht’s auch schon richtig los mit dem Gebolze. Zwar sind keinerlei Blasts vorhanden, doch der gerade mal 17 (!) jährige Drummer weiß voll und ganz mit perfekter Präzison zu überzeugen und erzeugt mit erstaunlich abwechslungsreichem Spiel angeneheme Frische. Der Sänger bemüht sich vorerst hauptsächlich im Gekreische, bewegt sich jedoch im Laufe der Scheibe immer mehr in Richtung deathigem Gegröhle...hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Alexi Laiho zu Anfangszeiten.
Mit „Never Again“ entpuppt sich eine wahrhaftige Hammernummer. Hier werden melancholische Melodien, gepaart mit knackigen Doublebass Attacken und reinen Death Metal Riffs dermaßen perfekt kombiniert, dass selbst populäre Bands vor Neid erblassen werden. Im Großen und Ganzen ziehen die Mannen von REALITY GREY in dieser Manier bis zum Ende hin ihr Ding konstant durch, ohne dabei richtige Ausfälle verbuchen zu müssen. Teilweise kann man sogar Hardcore ähnliche Elemente entdecken, wie das Chorus-Gruppengeschrei bei der Nummer „Betrayal“ zeigt.
„Darkest Days Are Yet To Come“ ist auf jeden Fall ein gelungenes Erstlingswerk geworden, das nicht unbedingt einen Weltrekord in Sachen Abwechslungsreichtum aufstellt, doch trotzdem durch eingängige Melodien und groovige Riffs, und vor allem durch die unglaublichen Skills des Drummers, zu überzeugen weiß. Gelungenes Debut!
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