Dies kann man als eine art Nachruf auffassen, denn DEUS DIABOLUS haben sich kurz nach erscheinen ihres Debüt-Albums „The Warrior Of The Setting Sun“ wegen Bandinterner Unstimmigkeiten aufgelöst. Ein Umstand der nicht zwingend Rückschlüsse auf die Qualität des erwähnten Langeisens zulässt, denn auch wenn es sicherlich kein Meilenstein in der Musikgeschichte ist offenbaren die neun Songs plus Intro ein gewisses Potential und unterhält über weite strecken ordentlich.
Zu hören gibt es eine Melange aus Symphonischen Black Metal Elementen, mit einer nicht unwesentlichen Prise Melodic Death Metals, der in seiner Ausführung wie mit einer Zeitmaschine aus der Mitte der 90er in die Gegenwart geholt wirkt. Innovativ ist das mit Sicherheit nicht aber hört sich stellenweise gar nicht schlecht an, denn die Melodiebögen sind gefühlvoll gestaltet, ohne dass es zu sehr an roher Gewalt und auch der ein oder anderen Blastbeat und Riffattacke mangelt. Nur das ungeheuer süßliche Keyboard nervt überwiegend, und dann gibt es gleich zwei davon!
Die eingestreuten Soundsamples in Form von Schlachtengetümmel oder ähnlichem lassen in Kombination mit dem schon fast Hörspielartigen Intro schnell erkennen, dass ein durchgehendes Konzept hinter dem Ganze steht. Hier wurde nämliche Erich van Lustbaders Roman „Ronin“ in Klangwelten umgesetzt, was durchaus interessant wirkt und einen dazu veranlasst intensiver die Texte zu studieren. Ein Fehler wie sich herausstellt, denn diese sind überwiegend in Englisch und zwar richtig bescheidenem um es direkt zu sagen! Es gibt Fünfklässler mit höheren sprachlichen Fähigkeiten. Um so erschreckender, dass die deutschen Passagen deutlich gelungener sind und sich die Frage aufdrängt warum nicht durchgehend in der Muttersprache verfasst wurde, bei dem Keifgesang hätte das ohnehin nur einen marginalen Unterschied gemacht.
Alles in allem also eine für Fans des Genres durchaus interessante Scheibe, bei weitem kein Highlight aber partiell angenehm hörbar und der Hinweis, dass da noch an sehr vielem gefeilt hätte werden müssen macht ja nun nicht mehr wirklich Sinn


01. Eine düstere Legende
02. In The Lap Of The Earth
03. The Carrier Of The Sword
04. Dreams Of Alteration
05. Downwards
06. Into The City Of The Tenthousand Paths
07. The House Of Dor Sefrith
08. Makkon Part I – The Phantom Of Night
09. The Beginning Of The End
10. Dem eisigen Wind entgegen
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