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SAXON - The Inner Sanctum

SAXON - The Inner Sanctum
Im dreißigjährigen Bandjubiläum kommen SAXON nach drei Jahren Pause endlich mal wieder mit einem neuen Studio-Album um die Ecke. Im Vergleich zum letzten Album „Lionheart“ gibt es lediglich an den Drums einen Wechsel zu verzeichnen, für Jörg Michael schwingt nun Altmeister Nigel Glockler die Stöcke, der ja von 1981 bis 1987 und 1988 bis 1998 den Großteil der vielen Erfolge der Engländer mitgestaltet hat.

Man muß schon großen Respekt vor dem haben, was SAXON in ihrer langen Bandhistory erreicht und welches Standing sie sich innerhalb der Szene erarbeitet haben. Dennoch waren die letzten Alben unter den Fans nicht unumstritten. Zudem war die Band in den letzten Jahren scheinbar mehr mit den Veröffentlichungen von Live-Alben, DVD´s und Compilations denn mit Studioalben beschäftigt. So erschienen in den letzten zehn Jahren nicht weniger als vier Live-Alben, sieben Best of- Alben und vier DVD´s.

Wirkt das Cover-Artwork von der Farbgebung und der Atmosphäre düster und bedrohlich, so erweist sich der Opener „State Of Grace“ eher als melancholisch-verträumt und hätte stilistisch auch auf einer Endachtziger-Scheibe der Band stehen können. Der eingängige Refrain und die Melodien machen den Einstieg in dieses Album für den Fan recht einfach. Das folgende „Need For Speed“ dagegen erinnert von der Geschwindigkeit, dem aggressiven Gesang und den tonnenschweren Gitarren eher an die Frühphase der Band, so einen Sing hat man von SAXON lange nicht mehr gehört, sehr geil! Auch „Let Me Feel Your Power“ erweist sich als ein ziemlich harter Heavy Metal-Song, was endgültig klar macht, dass wir es hier mit einem aggressiven Heavy Metal-Album zu tun haben, auf dem es die Inselbewohner noch mal so richtig krachen lassen. Erst mit dem über sechsminütigen „Red Star Falling“ nimmt man die Geschwindigkeit zu Gunsten einiger netter Melodien heraus und hier zeigt Sänger Biff Byford dann auch seine Qualitäten. Im Refrain beweist die Band dann ihr Gefühl für etwas Dramatik und Epik – im Rahmen dessen, wie man das von SAXON kennt. Was hier an Atmosphäre rüber kommt, hat man so lange nicht mehr von dem Sextett gehört.

„I´ve Got To Rock (To Stay Alive)“ ist dann ein typischer Hard Rock- Stampfer, wie man ihn von den Engländern schon oft gehört hat, der sich recht stark an AC/DC orientiert. „If I Was You“ ist dann eher ein Füllsong, wie ihn SAXON auf jeder Platte drauf haben. Ein eingängiger Midtempo-Terack ohne große Höhepunkte, doch das geile Solo reißt den Song dann doch wieder aus dem Durchschnitt heraus. „Going Nowhere Fast“ ist ein typischer Party-Song, der von amerikanischen Glam Rock-Bands Anfang der 80er inspiriert scheint. Macht Laune! „Ashes To Ashes“ erinnert vom Songwriting und Soundgerüst an Songs der Phase „Dogs Of War“ und hat einen Refrain zu bieten, der einen sofort mitreißt. Ganz starker Song! Bevor es bereits zum letzten Track „Atila The Hun“ geht, gibt´s eine kurze Einleitung in Form des Intros „Empire Rising“. Musikalisch ist der Song interessant, da er viele Komponenten miteinander verbindet und dadurch eher komplex wirkt. Die Spielzeit von für SAXON- Verhältnisse ungewöhnliche acht Minuten schreit aber natürlich auch danach, verschiedene Elemente in den Song zu packen. Dabei wirken die Elemente stets nicht vorhersehbar und es gibt etliche Tempiwechsel. Die furztrockenen Drums treiben den Song immer wieder nach vorne und die tonnenschweren Gitarren nageln den Hörer nahezu an die Wand. Durch die üppige Spielzeit ergeben sich auch längere instrumentelle Passagen, die dem Song definitiv gut zu Gesicht stehen. Allerdings braucht gerade dieser Track einige Durchläufe mehr.

Das Album erscheint auch als Digipack-Version mit einer Bonus-DVD namens „A Night Out With The Boys“, die 10 Tracks bei einer Spielzeit von ca. 50 Minuten beinhaltet und deutsche Untertitel berücksichtigt.

Fazit: Das stärkste Album seit „Unleash The Beast“ – Pflichtkauf für Fans!
Bei Amazon suchen! Bei blackscaped.de suchen! 01. State Of Grace
02. Need For Speed
03. Let Me Feel Your Power
04. Red Star Falling
05. I've Got To Rock (To Stay Alive)
06. If I Was You (Album Version)
07. Going Nowhere Fast
08. Ashes To Ashes
09. Empire Rising
10. Atila The Hun

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Zu dieser Rezension:

Autor:
ehemaliger Mitarbeiter

Bewertung:
9 von 10 Punkten

Weiteres:

Label:
Steamhammer / SPV
Band-Webseite:
www.saxon747.com
Release:
02.03.2007

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Artikel eingestellt:
06.03.2007

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