Dass ich so etwas noch erleben darf! Eine mit Hardcore bezeichnete EP, bei der ausnahmsweise einmal kein nerviges, pseudofieses Metalcore-Getrümmer und kein ätzendes Emo-Genöle aus den Boxen lärmt, sondern astreiner Hardcore erschallt! Die fünf Münchner (wer hätt's gedacht...) lassen ihre sechs Hassbatzen in einem druckvollen Soundgewandt ertönen, das zwar modern, aber nicht zu überdigitalisiert klingt, und sich so auch durchaus von den derzeitigen, überflüssigen XY-Core-Veröffentlichungen abhebt.
THE BLACKOUT ARGUMENT haben ein Gespür für eingängige, auf den Punkt kommende Refrains, wie der cleane Gesang beim Chorus von "Reflecting Dialogue" beweist, können aber auch mächtig auf die Pauke hauen. Weichspüler sucht man vergebens, stattdessen herrscht stets eine aggressive Grundstimmung, die mit viel Spielfreude überzeugend und abwechslungsreich übertragen wird. Natürlich strotzen THE BLACKOUT ARGUMENT nicht vor unbändiger Originalität, nein, sie beschränken sich im wesentlichen auf melodischen Hardcore - nicht mehr und nicht weniger.
Mit genügend Promotion würde es mich nicht wundern, THE BLACKOUT ARGUMENT auch bald in der Rotation unserer allseits beliebten TV-Musiksender wiederzufinden... das Potential dafür ist zumindest vorhanden.
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