Welchen Musikstil sich die Basser-losen Deutschen mit dem mal echt innovativen Bandnamen namens BURNING BUTTHAIRS verschrieben haben ist wohl mehr als eindeutig. Ganz recht! Death Grind der derbsten, aber auch der herausragendsten Sorte wird hier mit voller Wucht, ohne jegliche Kompromisse oder Ausflüge in andere Genres präsentiert. Und ja, es wirkt. Die „in your face“ Attitüde der vier Erfurter Fleischermeister setzt keine Sekunde aus und bietet geschlagene vierzig Minuten brutalste und groovige Kost, die vor allem durch die extrem böse Stimmung, die diese Musik erzeugt, in fast allen Belangen überzeugen kann. Auch wenn der Bandname vielleicht darauf hindeutet, ist BURNING BUTTHAIRS alles andere als ein plumpes Spaßprojekt, der Marke EXCREMENTORY GRINDFUCKERS oder ANAL CUNT. Vergleichbar ist die Musik der Arschhaare vor allem mit der Grindmaschine HAEMORRHAGE, wobei die Erfurter weit mehr auf Groove und Brutalität setzen. Ihr werdet euch schon gefragt haben, was es mit der vorhin schon erwähnten Eigentschaft „Basser-los“ auf sich hat. Nun ja, da der 4-Saiten-Schänder die Band verlassen hat, mussten sich die BURNING BUTTHAIRS etwas einfallen lassen und so wurde kurzerhand entschieden, die Platte gänzlich ohne den Einsatz eines Basses aufzunehmen, was aber in keinsterweise bemerkbar ist, geschweigedenn negative Auswirkungen auf den Sound der Scheibe hatte. Nicht mal im Traum hätte ich daran gedacht, dass da der Basser fehlt, wenn ich mich nicht vorher gründlich über die Machenschaften der Band informiert hätte. Hervorragendes leistet auch Front-Gurgler Human Butcher, der neben den üblichen Death/Grind Vocals auch noch ab und zu mit ordentlich krankem Gekotze und Gewürge ein wenig Abwechslung in die Sache bringt.
Mehr braucht hier nicht gesagt zu werden, außer dass die brennenden Arschhaare auf ihrem neuen Output „Impulse To Exhume“ vierzig Minuten lang ohne Pause durchballern und durchgrooven was das Zeug hält. Und wenn du noch immer nicht weißt, was hier gespielt wird, schau dir doch einfach mal das Albumcover an, das spricht mehr als tausend Worte. Jeder, der auch nur ein bisschen was von qualitativem Death/Grind hält, ist fast schon verpflichtet sich diese Platte reinzuziehen. Ob der leichten Eintönigkeit, die sich gegen Ende der Scheibe doch etwas breit macht und der mangelnden Eigenständigkeit gibt’s „nur“ brennende 8 Punkte für die sympathischen Erfurter Arschhaare.


01. Introduction
02. The Homicide
03. Rotten Disfigured Flesh
04. Impulse To Exhume
05. Putrefaction In A Cannibal Tribe
06. Mazzatello
07. Ripping Jack Flesh
08. Skinless
09. Pathological Exhumed Meat
10. Cannibalistic Hunger (Devoured Alive)
11. Vomit Bowels
12. Under The White Shroud (In The Cold Chamber)
13. Gory Rot
Bookmark: