FEN ist eine noch junge Band aus England, die sich wohl an einem nebligen Abend irgendwann im Jahre 2006 gegründet hat.
Der Nebel hängt über der Stimmung dieses Mini-Debüts wie über den Feldern und Wiesen an den Küsten Englands, und eine blasse Mondscheibe lockt den Blick in die Ferne, dem der Geist willig in die Unendlichkeit folgt. Aus fernen Zeiten hallen Erinnerungen an Trauerlieder durch die drei Songs, Erinnerungen an Leid und Tod, Schmerz und Verlust.
Fast mutet der getragene, sehr langsame, atmosphärische Black Metal ein wenig doomig an, stellenweise avantgardistisch angehaucht, Akkustikgitarren untermalen die Stimmung hier und da, und manchmal malt auch ein Keyboard Eindrücke von Nebelfetzen in leisem Wind in die Medolien. Der Gesang variiert von geflüsterten über enorm energiegeladene Screams, aber es gibt auch clean gesungene Passagen oder tiefe Growls, manchmal unterstützt von erstaunlich wenig nervenden Hintergrundchören, wodurch die Variabilität der gesamten Musik noch unterstrichen wird. Beide Stimmvarianten sind durchaus angenehm und nicht zuletzt mitverantwortlich für den doomigen Eindruck, den diese Songs bei mir hinterlassen.
Man darf sehr gespannt sein auf das, was die vier Jungs aus England in Zukunft noch auf die Menschheit loslassen werden, denn hier sind durchaus kreative Leute am Werk, denen es an Ideen und handwerklichem Können jedenfalls nicht mangelt.
Allerdings ist die Produktion bzw. die Abmischung ein Kritikpunkt, der nicht verschwiegen werden soll. Das Schlagzeug ist recht aggressiv in den Vordergrund gemischt und klingt zudem etwas blechern, was stellenweise sogar einen gewissen Nervfaktor erreicht, wohingegen die schönen Details der melodietragenden Instrumente da an manchen Stellen hinter untergehen. Das ist wirklich sehr schade, denn die Songs selbst sind wirklich gut.
Ich werde FEN auf jeden Fall im Auge behalten.
Bookmark: