Bei „Chained to the World“ handelt es sich nach der 2004er Demo-Scheibe „The Holy Grail“ und dem 2006er Werk „From Cosmos To Chaos“ um das mittlerweile dritte Album der Holländer HEAVY LORD, welches im Winter des letzten Jahres veröffentlicht wurde.
Geboten wird ultrazäher, schleppend-grooviger Doom/Sludge Metal, der kompromisslos alles platt wälzt, was sich ihm in den Weg stellt.
HEAVY LORD haben es auf ihrer aktuellen Langrille geschafft, eine gute Mischung aus pulsierenden, fast schon monotonen Riffs auf der einen und treibenden, hitzigen Passagen auf der anderen Seite darzubieten, die eigentlich genau für das Maß an Abwechslung sorgen, welches „Chained to the World“ braucht, um so richtig aus den Vollen zu schöpfen.
Besonders originell und innovativ sind HEAVY LORD freilich nicht, aber wozu auch? War doch eh alles schon mal da und wenn die Musik gut funktioniert, ist das doch die Hauptsache. Und „Chained to the World“ funktioniert auf jeden Fall, denn was die Holländer da zelebrieren, weiß bis auf kleinere Schwächen einzelner Songs von Anfang bis Ende zu gefallen. Die insgesamt sieben Stücke schallen druckvoll aus der Anlage, die Produktion passt hervorragend und das Gesamtbild macht sich wirklich gut.
Stellenweise ist die Langrille zwar ein wenig schwer verdaulich, aber letztendlich besticht die Musik der vier Holländer durch einen gewissen Charme und Atmosphäre, die vielen anderen Bands fehlt.
Auch der Schallplatten-Fan wird bei HEAVY LORD auf seine Kosten kommen, denn „Chained to the World“ gibt es seit März 2008 auch als auf 500 Exemplare limitierte Vinyl-Edition. Na, dann kann dem Hörvergnügen ja nichts mehr im Wege stehen.
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