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DARKEST ERA - The journey through damnation

DARKEST ERA - The journey through damnation

Die Iren wissen nach viel Geballere und düster - epischem Heldenmetal mit Eigenfolkanteil auch noch echten Heavy Metal zu spielen, was seit BLACKWYCH, EZY MEAT und SWEET SAVAGE vor gut 25 Jahren keiner mehr gedacht hatte. Nein, mal im Ernst, die jungen Damen und Herren von DARKEST ERA sind verdammt gut davor.
Vier im Durchschnitt sechsminütige Songs befinden sich auf der vorliegenden EP und DARKEST ERA vermischen hier auf sehr charmante Weise den alten 80er Britenmetal mit aktuelleren, episch - folkloristischen Elementen und einem Schuß Doommetal. Die eindringliche Melodiösität aller vier Stücke kommt ohne Zweifel aus der NWoBHM Phase, die melodische und doch nicht aufdringliche Stimme des Sängers, der mit viel Charisma und Leidenschaft in mittleren Lagen leicht angerauht seine Passagen hinausfeuert, kann nochmals als Querverweis durchgehen.
Währenddessen sind die folkigen Einflüsse eher einem aktuellen "Metrofolk" zuzurechnen, wie ich ihn nennen möchte. Nicht immer eindeutig landesbezogen, aber mit der alten Musik kokettierend und somit die Herzen der Hörer erwärmend. Allein beim dritten Song "Another world awaits" gibt es eine Endpassage, die mit traditionellen irischen Instrumenten die Grundmelodie des Stückes verfolgt. Beim typischen Powermetalbanger "On the crest of doom" ist nicht einmal die Bandherkunft mehr ein Thema.
Die Epik der Songs lässt sich schwer leugnen, wenn mit Heldenpathos um sich geschossen wird wie bei den härtesten Auseinandersetzungen der IRA mit englischen Sicherheitskräften in Ulster. So gesehen machen es DARKEST ERA nicht soviel anders als viele aktuelle Bands, erkämpfen sich aber durch gefühlvolle Interpretationen ihrer Stücke und eben einen sehr entschlossenen Ausdruck ihren Platz in den vordersten Reihen und können somit ohne Scham in die Schlacht ziehen.
Die Soli werden immer mit viel Liebe zur Melodie ins Rennen geschickt, sie dienen dem Song an sich und werten ihn auf, statt dem jeweiligen Solisten nur einen Rahmen zur selbstdarstellerischen Instrumentenmasturbation zu geben. Fein!
Die Gänsehaut wie bei THE LAMP OF THOTH will sich nun bei mir nicht einstellen, dafür sind die ehemaligen NEMESIS (EIRE) noch zu normal, wenngleich sie einen guten Heavy Metal zu schroten wissen, der sich gewiss entwickeln wird. Dies ist nur eine Debüt EP und die Band ist noch jung.
Allen Fans britischen Schwermetalls sei diese Truppe angeraten, wer ansonsten auf die letzte DOOMSWORD abgefahren ist, der kann hier ebensowenig etwas falsch machen.

 

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02. Visions Of The Dawn
03. Another World Awaits
04. On The Crest Of Doom

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

Bewertung:
8 von 10 Punkten

Weiteres:

Label:
Eyes Like Snow
Band-Webseite:
www.myspace.com/darkestera
Release:
09.05.2008

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1374 x

Artikel eingestellt:
28.05.2008

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