Schwarz angehauchten Doom Metal aus Russland bieten uns KAUAN. Direkt fällt einem die musikalische Nähe zu finnischen Bands auf. Vor allem die Melodieführung erinnert an finnische Düsterbands á la SHAPE OF DESPAIR oder SWALLOW THE SUN. Also nicht unbedingt die Art von Musik, die man im Hochsommer hört.
Eingeleitet wird das Album mit einem sehr schönen Klavier-Intro. Mit Einsetzen des ersten Songs wird dann auch direkt der erste Makel offensichtlich. Die Gitarren klingen wie in einem Blecheimer aufgenommen. Ganz übel. Das versaut mir direkt die schöne Stimmung, die die Musik eigentlich transportieren möchte. BM-Puristen kommen damit, wohl auch aufgrund der sehr BM-lastigen Melodieführung, wohl besser klar. Mir nimmt das den Spaß.
Der Gesang bewegt sich dagegen im klassischen ENSLAVED-Stil, also überwiegend wird gekreischt und im Hintergrund hört man die klassischen Nordmannchöre.
Insgesamt gesehen haben die Songs alle eine schöne Grundstimmung, sind aber doch recht eintönig. Es passiert einfach zu wenig. Dazu ruft die Rhythmik durch die Bank bei mir nur Gähnen hervor. Wenn man auf einem kompletten Album nur zwei Figuren auf den Drums zu hören bekommt, ist das nicht nur eintönig, sondern schon fast eine Frechheit.
KAUAN haben durch Fahrlässigkeit in der Ausarbeitung der Songs und bei der schwachen Produktion eine Menge Potential und damit mindestens 3 Punkte mehr verschenkt.
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