Eine der dienstältesten Metal Bands des Planeten tritt wieder an, um der Jugend zu zeigen wo der Hammer hängt! Biff Byford hat seine Männer erneut zusammengetrommelt, um mit "Into The Labyrinth" wieder einmal dem britischen Stahl zu huldigen. Doch leider kann das Album der Vorfreude nicht gerecht werden.
Der Opener "Battalions Of Steel" ist sehr episch und imposant angelegt, erinnert dank seiner Chöre und mächtigen Keyboard-Parts fast schon an eine Band wie NIGHTWISH, und taugt mir bis auf die SAXON-typischen Strophenparts mal überhaupt nicht. Klar, hier werden die Geschmäcker deutlich auseinander gehen, der eine wird es lieben, aber ich stehe dann doch eher auf rockende Klassiker à la "Wheels Of Steel" oder vergleichbar angehauchtes Material. Auch das ebenfalls sehr ähnlich aufgebaute und gleichermaßen hymnische "Valley Of The Kings" ist mir vor allem im Refrain viel zu seicht. Hinzu kommen ein paar Ausfälle wie das sehr modern tönende "Hellcat", bei dem mir zudem der äußerst uninspiriert wirkende Refrain übel aufstößt - sorry, das ging schon einmal viel besser.
Natürlich können SAXON auch im Jahre 2009 noch kräftig rocken und haben das ein oder andere Schmankerl im Gepäck ("Demon Sweeney Todd", "Come Rock Of Ages"), schaffen es jedoch nicht, die Klasse über das gesamte Album zu halten. Warum man mit "Premonition in D Minor" sowie "The Letter" übrigens zwei kurze Zwischenstücke eingebaut hat, die irgendwie nicht zum Rest passen wollen, erschließt sich mir auch nicht ganz.
Produktionstechnisch gibt's erwartungsgemäß nichts zu bemängeln. Die im Krefelder BLIND GUARDIAN-Studio "Twilight Hall" aufgenommene und von Charlie Bauernfeind produzierte Scheibe tönt fett und zeitgemäß aus den Boxen, jedes Instrument ist transparent zu vernehmen.
Schlussendlich bleibt somit eine durchschnittliche Veröffentlichung, die Licht und Schatten gleichermaßen ihr eigen nennt. Etwas mehr Rock und Tempo, ein bisschen weniger Bombast und an manchen Stellen vielleicht nicht ganz so tief gestimmte Gitarren (ja, ist zwar modern, aber zu SAXON mag das nicht so recht passen), dann wäre ich auch bereit gewesen ein paar Pünktchen mehr zu zücken. Mir ist jedoch klar, dass SAXON-Anhänger mit etwas anderem Geschmack die Scheibe durchaus von vorne bis hinten als Meisterwerk titulieren könnten.
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Autor:
Päddl
Bewertung:
6,5 von 10 Punkten
Weiteres:
Label:
SPV
Band-Webseite:
www.saxon747.com
Release:
09.01.2009
Leserwertung:
5.7 Punkte / 6 Stimmen
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Gelesen:
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Artikel eingestellt:
11.01.2009
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