AUGRIMMER existiert bereits seit 1998, bis 2005 allerdings als Soloprojekt von Nord, der in dieser Zeit einiges an Songs geschrieben hat, aber mangels entsprechender Mitmusiker und vor allem mangels geeigneten Equipments nichts wirklich aufgenommen hat. Das änderte sich, als er Berserker (Gorebeat, Seuchenherd) als Drummer gewinnen konnte, was zumindest für die instrumentelle Manifestation sorgte, das Demo wurde mangels eines Sängers jedoch nicht vollendet. Aus beruflichen Gründen verliess Berserker Ende 2006 die Gegend und damit auch die Band. Ersatz wurde jedoch schnell in Draug (ex-Pester) für die Drums und mit Satan (ex-Furor Teutonicus) endlich auch ein Sänger gefunden. Das Demo konnte fertig gestellt werden und Northern Silence hat die Band vom Fleck weg unter seine Fittiche genommen.
Die vorliegende MCD ist quasi ein Probelauf, um Studioerfahrung zu sammeln, das Debütalbum ist bereits für den Sommer geplant. Die Zusammenarbeit funktioniert offenbar jedoch bereits hervorragend, denn an dem straighten, melodischen Black Metal kann man eigentlich nichts aussetzen. Allein den Gitarrenläufen hört man an, dass sie einem Soloprojekt entspringen, was aber keineswegs negativ verstanden werden soll, denn dadurch bekommen die Songs eine angenehm bleiche, in sich gekehrte Monotonie, die von den sehr abwechslungsreich ausgearbeiteten Drums getragen wird, die dunkel grollenden Vocals Satans passen hervorragend dazu und verleiht die notwendige Energie.
AUGRIMMER sind zumeist im treibenden Midtempo unterwegs, Variationen sind songdienlich und nie Selbstzweck, zierender Schnörkel und Firlefanz ist nicht ihr Ding. Der Sound ist durchaus ungewöhnlich, wenn auch nicht experimentell, fügt sich aber ebenfalls ins Gesamtbild straighten Oldschool Black Metals ein, das hier gekonnt, mit wenigen, dafür effektiven Mitteln erarbeitet wird. Die drei Songs, "The Sombre Cabinet" ist nur ein kurzes Intro mit gesprochenen Vocals, das aber ebenfalls nicht Selbstzweck ist und nahtlos in "Autumnal Heavens" übergeht, machen doch neugierig auf das, was diese anti-innovative Band noch zu bieten haben wird. "Autumnal Heavens" ist auf jeden Fall ein gelungener Appetizer.
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