BOARDERS haben sich bereits im italienischen Untergrund der achtziger Jahre einen Namen als MEGADETH-Coverband gemacht und sind nun mit ihrem Album „The World Hates Me“ auf einer klaren Mission für das allseits um sich greifende Heavy/Thrash-Revival.
So findet sich mit dem extrem MÖTLEY CRÜE-lastigen Opener „True Rebellion“ auch sogleich die richtige lyrische Untermalung für dieses Unterfangen, und wir wollen doch hoffen, dass die restlichen Songs des Albums das begeisternde Niveau des Einstiegstracks halten können. „Baptized With Fire“ gestaltet sich insgesamt sehr viel thrashiger und präsentiert zudem neben typischen Heavy Rock-Passagen einen charmanten Garagensound, wohingegen sich „Schmertzgarten“ auf eindrückliche Weise mit den Konzentrationslagern des zweiten Weltkriegs auseinandersetzt. Bevor uns nach diesen äußerst ernsthaften Minuten eine gut gemachte Coverversion von MEGADETHs „In My Darkest Hour“ entgegenleuchtet, setzt „Never Alone“ erst noch ein balladenhaftes Zeichen purer Ästhetik. Nach diesen insgesamt eher ruhiger gehaltenen Klängen springt uns das Jugendgottesdienst-ähnlich betitelte „Jump For Joy“ umso hardrockiger entgegen, und „For What It's Worth“ packt die fröhlich-aggressive Thrash-Keule dann vollends aus. Auch im Anschluß bleibt uns aufgrund des groovigen „Deliver You Back To Hell“ jegliche Verschnaufpause verwehrt, und „W.P.D.“ knüppelt ebenfalls beschwingt durchs Gelände, bis die härtere Fraktion durch die Tränendrüsenqualitäten von „Till Life Do Us One“ zu einem vorläufigen Halt gezwungen wird.
Einen würdigen Abschluß findet das Album im Titelsong „The World Hates Me“, welcher das repräsentiert, was BOARDERS mit dieser Scheibe geschaffen haben: eine wirklich schöne Hommage an die goldene Ära des Heavy und Thrash Metal, an der jeder Nostalgiker seine helle Freude haben wird.
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