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SEROTONAL - The futility of trying to avoid the unavoidable

SEROTONAL - The futility of trying to avoid the unavoidable

Darren White hat ganz früher mal bei den britischen Deathdoomhelden ANATHEMA gesungen, war dann bei den Gothicdüsterdoomern THE BLOOD DIVINE (eine CD von denen hab ich auch noch, im schicken Digilongbook), danach verlor sich für mich seine Spur. 2004 tauchte er dann bei SEROTONAL auf, deren 2005er EP auf dem tschechischen METAL BREATH Label mit zwei Bonustracks wiederveröffentlicht wird. Wann, das entzieht sich meiner Kenntnis. Hier steht 2007, wir haben 2009. Aber besser man bespricht sie spät als nie.

Ruhiger ist der gute Darren geworden, seine Stimme nicht mehr so ruppig grollend, sondern geschmeidig, unterkühlt, aber sehr emotional, melancholiedurchtränkt. Ein wenig klingt er wie Mick Jagger ohne dessen übersprühenden Ausdruck, dafür mit viel Kaugummi im Mund. Die Musik seiner Band geht von nachdenklich stimmendem Spacerock bis zur melancholisch herbstlichen Regenballade, Theatralik, Pathos oder Gefühlseruptionen sind eher nicht angebracht. Man schwelgt in gedämpften Stimmungen, hat einen 80er Gothiceinschlag, hat 70er Prog gehört und verbindet beides.

Elegische PINK FLOYD treffen beim Koksen mit den SISTERS OF MERCY auf emotional ausgebrannte BAUHAUS? Eine gewagte Umschreibung, aber hört Euch das nur an. Der Spacerockanteil wurde auch von urbritischen Bands inspiriert. Man erlaubt sich keinen Blick über den Inselrand, wobei ich das gerade geil finde. SEROTONAL lassen sich exakt platzieren. Nicht unbedingt die Musik für alle Tage, aber schön zum verträumten Abschweben in manchen Augenblicken.

Die beiden Bonusstücke sind etwas älter als die eigentlichen EP Tracks und gehen ein wenig mehr in die Vollen, wobei die ganz ruppigen Zeiten vorbei sind. Diese verzerrten Monosoundgitarren sind ein aktuell ja viel gebräuchliches Stilmittel, insgesamt haben die Briten einen recht modernen Klang, der aber auch noch klingt und voller Zauber steckt, wie diese verwunschene Musik insgesamt.

Wer auf die anderen aktuellen ANATHEMA Sidebands abfährt, wird sich hiermit ins Nirvana doomen können. Man könnte fast meinen, Darren raube mit seiner komischen Stimme der Melodie des jeweiligen Songs die Luft zum Atmen, wobei ich solch schräge Shouter gerne mag. Daher eine fette 9. Von denen will ich mehr hören.

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Label:
Metal Breath

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Artikel eingestellt:
03.05.2009

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