Was erhält man, wenn sich Musiker zusammentun, die zuvor bei Thrash- sowie Power Metal-Bands gespielt haben? Richtig, Doom Metal! Logisch unverständlich, geht dieses Konzept in der Praxis durchaus auf; WHEEL aus Dortmund liefern dafür mit ihrem gleichnamigen Debütalbum den Beweis.
Doch wie kann man WHEEL von anderen Doom-Gruppen differenzieren? Die eingängigen, leise schleppenden Melodien stehen zwar gleichberechtigt neben den Vocals, dennoch gelingt es Sänger Arkadius Kurek stets, mit seiner sanften, hellen Stimme Akzente zu setzen. Das einfühlsame, detailreiche Songwriting driftet trotz spürbarer Leidensfähigkeit nie in eine abgrundtiefe Depression ab, obwohl der Gründername der Band, ETHEREAL SLEEP, musikalisch ebenfalls sehr gut gepasst hätte. WHEEL hat jedoch den Vorteil, deutlich griffiger zu sein, und man wird in nächster Zeit noch des Öfteren auf dieses Quartett treffen, da sich Qualität glücklicherweise auch heutzutage noch durchsetzt.
Mit Doom-Größen wie COUNT RAVEN können es WHEEL beinahe schon aufnehmen. Das einzige Manko sehe ich darin, dass der mitreißende Track „Only God Knows“ ein bisschen zu sehr an den Fersen von REVEREND BIZARRE klebt und sich damit wie eine Coverversion ausnimmt. Sonst gibt es an diesem Album aber nichts zu beanstanden. Am Besten nimmt man sich also eine Stunde Zeit, um sich die ganze Scheibe anzuhören.
Autor:
Thunderhead
Bewertung:
9,5 von 10 Punkten
Weiteres:
Label:
NSP / Eyes Like Snow
Band-Webseite:
www.myspace.com/wheeldoom
Release:
26.02.2010
Leserwertung:
9.3 Punkte / 2 Stimmen
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Gelesen:
739 x
Artikel eingestellt:
19.03.2010
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