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PŸLON - Armoury Of God

PŸLON - Armoury Of God

Zeit, Geduld und Offenheit. Diese drei Dinge benötigt man als Hörer für „Armoury Of God“, das vierte Album der schweizerischen Doomband PŸLON. Über eine Stunde wälzen sich die in voller Blüte stehenden Klanglandschaften voran und verlangen dem Hörer einiges ab.

Einmal in den Tiefen des PŸLON-Sounds abgetaucht, möchte man sich nicht mehr herausarbeiten aus diesem wohligen Sumpf. Neben den atmosphärischen Grundton treten nicht selten ziemlich metallische Akzente und mitunter treibende Melodien, die der typischen Verzweiflung und Melancholie ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen. Facettenreich arbeitet man sich auf geschwungenen, aber nicht überzogen geschlungenen Pfaden durch die einzelnen Songs, deren Grenzen nicht immer auszumachen sind. Die Instrumentierung erweckt mitunter einen sehr filigranen Anschein, insbesondere das Schlagzeug tastet sich geradezu vorsichtig an den Melodien entlang. Dadurch entsteht eine angenehme Basisspannung, der man sich kaum entziehen kann, und die dann in den schnelleren Passagen wieder aufgebrochen wird, nur um sich daraufhin auf's Neue zu entfalten. So tief sinkt der Hörer in den Sound ein, dass die Pausen zwischen den Tracks als extrem unnatürlich empfunden werden. Ich wünsche mir einen einstündigen Song ohne Unterbrechung, bitte, beim nächsten Mal vielleicht?!? Man möge mich verachten für mein fehlendes technisches Feingefühl, aber wünschen muss man doch noch dürfen...

Was etwas stört, ist die leicht langgezogene Silbenbetonung. Es mag stilistisch vielleicht gut zu den Melodien passen, aber auf lange Sicht gesehen strengt es ein wenig an. Stimmlich fühle ich mich des Öfteren an THE LAMP OF THOTH erinnert, dann wieder an COUNT RAVEN, das gibt schon viel her und hält das Album interessant. Extrapunkte sollte man glatt noch für das großartige Artwork vergeben, welches trotz existentieller Dramatik keineswegs überzogen wirkt.

Fazit: Ein wunderschönes Album, das garantiert niemals langweilig wird. Doom vom Feinsten.

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Doom PŸLON - Doom (Rezension)

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Zu dieser Rezension:

Autor:
Thunderhead

Bewertung:
9 von 10 Punkten

So bewerten wir...

Weiteres:

Label:
Quam Libet Records
Band-Webseite:
www.pylon-doom.net
Release:
15.04.2011

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Gelesen:
1478 x

Artikel eingestellt:
18.04.2011

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