DELIRIUM TREMENS - Read My Fist

DELIRIUM TREMENS - Read My Fist

Am Besten schreiben kann ich, wenn ich genervt bin. Und heute bin ich richtig genervt. Perfekte Bedingungen also für ne Thrash-Rezension. DrinkKillFuckDie. Und die kommt jetzt:

DELIRIUM TREMENS sind immer noch da – und holen wieder zum Schlag aus. Bei so routinierten Kampfgeschwadern muss man sich eigentlich keine Sorgen machen, die packen den technischen Part ohne Probleme. Schwierig gestaltet es sich bei solchen Bands meistens, die Spielfreude aufrechtzuerhalten und rüberzubringen. Doch – danke, danke, DANKE! – bei DELIRIUM TREMENS hab ich solche Alterungserscheinungen nie wahrnehmen können. Immer 100% dabei, immer 100% hinter den Songs stehend, immer 100% Spaß. Liegt vielleicht auch daran, dass man sich nicht zwingt, alle zwei Jahre was rauszuhauen nur um im Gespräch zu bleiben. Erfolgsrezept? Die mögen einfach was sie machen, und machen was sie mögen.

Insofern kann sich jeder altgediente TREMENS-Fan auf die neue Scheibe stürzen, hier werdet ihr keine Enttäuschung erleben. Für den Rest (die bald neuen TREMENS-Fans) sei hier doch noch ein ausführlicherer Kommentar abgegeben:

Titel sprechen Bände. „Read my Fist“, klar, die „Fistful Of Metal“ wird hier voll bedient. Willste HEINTJE nicht hören gehste ja auch nicht zum Kaffeekränzchen deiner Oma. Epische Pfade werden hier genauso wenig ausgetreten wie elaborierte Psychedelic(t)räume, aber es wird auch nicht einfach schnurstracks zum Ziel gebollert. Launemachende Riffs treiben das Ganze auf Nebenwegen voran, schlagen mal nach dort aus, mal nach da, rock'n'rollen öfters überschlagend vor sich hin, langweilig wird die Sache auf keinen Fall. You get what you see eben. Artwork ist übrigens wieder klasse, wenn auch ganz anders als sonst. So n bisschen in diesem TOXICHOLOCAUSTFUELEDBYFIREMUNICIPALWASTEWEKICKYOURASSSTIL (viel Spaß beim Entziffern dann auch).

Was etwas schade ist (und vielleicht einfach daran liegt, dass ich die Audiodateien hier aufm PC abspiele, vielleicht aber doch nicht?): die Stimme wird in den Hintergrund gedrängt. Ich hör Gitarre Gitarre Gitarre Drums Gitarre Drums Gitarre Gitarre viiiiiiel Gitarre – und das ist gut so! Aber dafür weniger Mütze – nicht so gut, leider. Irgendwie ist er manchmal unterirdisch versenkt. Nicht die Vocals an sich, die sind tipptopp. Aber der Sound halt. Oldschool, ich weiß schon, ist ja alles schön und gut. Aber deshalb muss man ja nicht extra versuchen, so abzumischen, als wär das Mikro ein Funkstation-Überbleibsel ausm 2. Weltkrieg. Temple of Disharmony hin oder her. Hoffentlich krieg ich jetzt keins auf die Mütze (kleiner schlechter alter Scherz am Rande). Unser Chef spielt ja bei DT. Hätt ich jetzt vielleicht nicht erwähnen sollen. Aber wegen Transparenz und so mach ich das jetzt doch. Metal District hat ja kein Konto im Ausland. Und auch keine Steuermillionen hinterzogen. Da wollen wir jetzt nicht anfangen mit dem Verschleiern.

In diesem Sinne: Thrash And Be Trashed [sic].

Anspieltipps: Iron Gang, Get Fucked, Backyard Wrestling, Let Me Die und natürlich der Titeltrack „Read My Fist“ („I am your Phantom – hahaha“ -> „I am the God of Hellfire“? Covert das mal!)

Bei Amazon suchen! Bei blackscaped.de suchen! 1. Rough Ride
2. Read My Fist
3. We'll Be Drunk Forever
4. Iron Gang
5. Rolling Thunder
6. Thrash And Be Trashed
7. Get Fucked
8. Backyard Wrestling
9. Hoy Hey Live To Rock (Wendy O. Williams-Cover)
10. Kids Kick Ass
11. Let Me Die
12. Fuck Posers (Bonustrack, Live in Bitterfeld, nur auf Vinyl und Tape)

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Zu dieser Rezension:

Autor:
Thunderhead

Bewertung:
8 von 10 Punkten

So bewerten wir...

Weiteres:

Label:
Anger Of Metal (Vinyl), Destruktion Records (Tape), Iron Shield Records (CD)
Band-Webseite:
www.delirium-tremens.de
Release:
14.04.2014

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Gelesen:
3066 x

Artikel eingestellt:
20.05.2014

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