BLACK MOTH - Condemned to hope

BLACK MOTH - Condemned to hope

Leider kenne ich ihr erstes Album noch nicht, aber "Condemned to hope" ist für mich eine der schönsten Entdeckungen aus dem wahrlich sehr reichhaltigen Untergrund der britischen Stoner / Doom Szene. Gerade taufrisch auf dem Markt brummt und brodelt mich dieses Album in einen schieren Lustrausch, den ich willenlos über mich ergehen lassen muss.

Dabei sind die Grundzutaten doch so ganz traditionell, ja beinahe schon auf reaktionäre Weise retrospektiv und durch und durch konterrevolutionär, was die Evolution der schweren Beatmusik angeht. Bluesiger 70er Hardrock, Urdoom, alles was vor 30 bis 45 Jahren gut war, wird auch heuer noch als Maß aller Dinge angesehen. Psychedelische, bei aller Wucht und allem Schwung schon meditativ hypnotische Gesangslinien von Frontlady Harriet betören Dich, obschon ihre Stimme die Extreme ausspart, weder zu engelhaft schön, noch zu lasziv oder gar krankhaft morbide klingt. Aber es macht Freude, wieder eine Sängerin zu hören, die einfach auf dem Boden geblieben ist und trotzdem Magie versprüht.

Doom macht den Löwenanteil der Musik hier aus, aber die Hardliner des Genres werden sicher von so manchem Song hier überrascht und eventuell negativ berührt sein, denn BLACK MOTH überkommt es zuweilen, dann drehen sie ab und rocken sehr entschlossen und auf moderne weise straff, aber infernalisch die Bude mit einem Modern Punk / Post Punk Feeling, das BEASTMILK Hipster (nicht falsch verstehen, ich LIEBE BEASTMILK) in schiere Ekstase versetzen dürfte. Doch das sind Ausnahmen. Eher noch driften sie in schönen Rock mit schwebend psychedelischem Ausdruck ab. Sie sprengen die Grenzen der Genres und des Geschmacks mancher Fundamentalisten, aber sie tun dies auf eine überzeugende, ehrliche und leidenschaftliche Weise. Guter Acidrock braucht nicht immer wie ein Aufguss von 1967er JEFFERSON AIRPLANE zu klingen. Um die ganzen Trends wie Okkultrock und dergleichen scheren sie sich nicht, sie spielen, was ihnen die Dämonen in ihren Seelen diktieren.

Die Soli sind feurig, brodeln und kochen. Soviel Lust und Leidenschaft ist wirklich ansteckend und der Hörer wird es zu lieben wissen. Eine Vergleichsband für mich wären die ebenfalls britischen BLOODY HAMMERS, die allerdings noch straffer, klinischer und weniger farbenfroh zuwerke gehen. Die BLACK MOTH sind hier eine Brücke zwischen dem 70er Retrodoom, der modernen Variante und dem aktuell geliebten Okkultrock mit Sängerin. Sie haben viel zu erzählen, also hört ihnen zu und lasst Euch von ihren Hymnen begeistern.Ich meine, einen Bluesrocker mit schönen 50er Surfgitarren, diesen herrliche "Twang" Sounds plötzlich explodieren zu lassen und einen in gemässigtem Tempo blastenden Part einzubauen hat was für sich. BLACK MOTH sind nicht wirklich zu fassen.

Ihr Debüt wurde szeneweit mit Kusshand aufgenommen, so wird es ihrem Zweitwerk ebenfalls ergehen. Wenn ich dann noch erwähnen darf, dass Kultzeichner Roger Dean das Cover entworfen hat, sollte es kein Halten mehr geben. Grob gesagt haben wir es hier mit einer Mischung aus WHITE HILLS, JEX THOTH, WITCH MOUNTAIN und SUB ROSA zu tun. Es ist nicht länger innovativ, aber es saugt Dich förmlich in sich hinein, ist zutiefst spirituell und öffnet Dir die Pforten der Wahrnehmung.

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02. Set Yourself Alight
03. Looner
04. The Undead King of Rock ‘n’ Roll
05. The Last Maze
06. White Lies
07. Red Ink
08. Stinkhorn
09. Room 13
10. Slumber With The Worm
11. Condemned To Hope

Leserkommentare

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shannsilen

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

Bewertung:
9,5 von 10 Punkten

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Label:
New Heavy Sounds
Band-Webseite:
www.themothpit.co.uk
Release:
19.09.2014

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Artikel eingestellt:
20.09.2014

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