CRESCENT - Pyramid slaves

CRESCENT - Pyramid slaves

Situation: Du bist mit Deiner Süßen auf dem Weg zum CHURCH OF MISERY Konzert in Hamburg und triffst einen Haufen freundlicher Metalbrothers, die einen eher mediterranen Eindruck hinterlassen. Ein Gespräch entwickelt sich. Sie wären aus Ägypten (cool), spielten in einer Death Metal Band namens CRESCENT (interessant) und hätten auf dem Wacken Open Air gezockt (WOW!!!!!). Da kann ja jeder kommen. Nach dem CHURCH OF MISERY Gig geht es ab heim und man hört sich CRESCENT im Internet an. Darf doch nicht wahr sein, diese Vögel haben tatsächlich Wacken bespaßt und spielen Death Metal, der einen alten Freak wie mich (23 Jahre Death Metal Fanatiker) noch vor Freude auf die Palme treibt.

Sie stehen auf längere Songs, das bedeutet eine sehr technische Ausrichtung und abgefahrene Ideen, so könnte man sich denken. Die Riffs sind in der Tat abgefahren, das Drumming vertrackt, die Burschen spielerisch ganz weit oben, aber auch Meister darin, großartige Gitarrenmelodien von epischem Ausmaß auf die düsteren Akkordfolgen zu setzen, zwischendrin mal schnurstracks geradeaus zu poltern und einen majestätischen, wellenartigen Groove zu entwickeln, der Deine Sinne schier hinwegschwemmt.

Vergleiche mit MORBID ANGEL oder gar NILE in ihren frühen Tagen wären hier sicher angebracht ob der abartigen Tiefe der Atmosphäre und der alles durchdringenden und verzaubernden Mystik ihrer Melodiebögen, aber ich finde, dass dies nur grobe Anhaltspunkte sein können. CRESCENT gehen ihren Weg und sie dürfen die ägyptische Mythologie natürlich heranziehen, um ihrem Songmaterial adäquates Textgut hinzuzufügen, sie entspringen dem Land der Pharaonen. Und so sind die knallharten und verdrehten Kompositionen mehr als nur normale Popsongs, wie bei vielen Death Metal Bands, sie sind jeder für sich eine kleine Klangreise ins Chaotische, in die dunklen Reiche der alten Götter und in den ewigen Schatten der Unterwelt, wo die Toten hausen.

Einzelne Songs herauszuziehen macht also keinen Sinn. Das hier ist ein Gesamtkunstwerk, dem man sich unter der Prämisse "progressive Musik" nähern muss. CRESCENT sind letzten Endes eindringlich genug, den Hörer mit sich zu reißen, wenn man sich einfach nur in die Wellen an Harmonien hineinlegt und zwischendrin auch gerne einmal von Songumbrüchen und wilden Eruptionen abschleppen lässt. Großes Kino für Fans von wirklich brutalem, aber stets melodischem Epic Death Metal.

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02. Ra-Men-Kheper
03. Crown Of Pestilance
04. An Ode To Qadish
05. Pyramid Slaves
06. Temple Of The Divine Gods
07. Fallen Kingdom Of Men

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

Bewertung:
9 von 10 Punkten

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Label:
Crescent Records
Band-Webseite:
crescenteg.bandcamp.com/album/pyramid-slaves
Release:
15.04.2014

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7672 x

Artikel eingestellt:
12.11.2014

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