WHORIZON stammen aus Schwelm, was am Rande des Ruhrgebiets liegt. Musikalisch hat sich der junge Fünfer dem Thrash Metal verschrieben, der in der bandeigenen Interpretation eher im Midtempo angesiedelt ist, und an einigen Stellen wie z.B. der Strophe des dritten Songs "Burn For Me" ziemlich groovig abgeht. Während mir der Opener "A New Whorizon" noch recht gut reinläuft und mich vom Riffing her oft an PANTERA erinnert, geht mir der Refrain des folgenden Tracks "The Seven Offsprings Of Divine Babylon" nach kurzer Zeit ein wenig auf die Nüsse, schade. Das bereits genannte "Burn For Me" ist dann aber wiederum nicht von schlechten Eltern und grooved gut drauf los.
Mit "Metal Journey Pt. 1" versucht man sich dann am schnelleren, typischen "ufta-ufta" Thrash-Beat. Das geht aber leider ein wenig daneben, da mir vor allem die nicht durchgeschlagene Hihat am Schlagzeug irgendwie den Drive nimmt. Die Hihat doppelt so schnell gespielt würde das ganze deutlich aufwerten. Der über 7 Minuten andauernde, letzte Track "Descend" ist auch nicht verkehrt, und zeigt das gesamte Spektrum der Band, die als Haupteinflüsse selbst Bands wie METALLICA, OPETH oder IN FLAMES angibt - irgendwie merkt man das beim letzten Song auch an der Mischung der verschiedenen Elemente.
Gesanglich gibt's sowohl tiefe Growls, recht typische Thrash Metal Shouts, aber auch cleane Vocals - allesamt nicht mal so verkehrt, aber natürlich noch ausbaufähig. Der Sound ist für eine Eigenproduktion in Ordnung, wenngleich ich mir bei den Soli deutlich mehr Rhythmusgitarre im Hintergrund gewünscht hätte, was vor allem das Solo im Opener ein wenig verlassen wirken lässt.
Nichtsdestotrotz ein guter Zweitling der noch jungen Gruppe, den alle Interessierten unter http://www.whorizon.net erstehen können!
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