Review von Pan "The Warlord":
Vorneweg kann ich direkt schon mal etwas negatives sagen:
Dieser Knaller vor dem Herrn hat nur 5 Tracks! Gemeinheit!!! Was fällt diesen Griechen eigentlich ein so geile Musik so derart sparsam loszulassen? Ich war lange nicht mehr so begeistert von einer Band. Die Jungs zimmern voll vor die 12!!!
Ich hätte zwar das zweite Stück als Erstes gebracht und andersrum aber… Knaller.
Eröffnet wird der Power Metal Reigen durch „Perished in Flames“, das textlich ein wenig melancholisch, selbstkritisch rüberkommt. Ein wenig christlich angehaucht („archangels revealing the path“, „the presence of the antichrist falsifies my thoughts“), was bedingt durch die griechische Herkunft auch nicht verwundert, da allgemein bei den Griechen der christliche Glaube im Alltag eine bedeutend größere Rolle spielt als hierzulande.
Diese selbstkritische, mit sich selbst ins Reine kommende Thematik wird im Melodic Speed-Kracher „Inner Scars“ fortgesetzt. Avantasia (die Metal Oper, nicht die dämliche Fortsetzung) trifft auf Helloween zu Kiske Zeiten. Sehr schön gemacht. Die Lead Gitarre ein wenig orientalisch angehaucht, extrem frickelig… Das ist das Material das man sowohl interessiert hören kann als auch dazu abgehen.
„Leading the Legions“ ist direkt wieder ein Banger vor dem Herrn. Dieser Stampfer bleibt dabei nicht ganz straight sondern weiß durch Drum und Bass highlights sehr stark zu punkten. Für mich der stärkste Song der CD.
„Harvester of souls“ ist wieder ein schön riffiges Stück, erinnert mich ein wenig an „Hunting high and low“ von STRATOVARIUS, nur eben drei ganze Portionen härter. Auch sehr geil! Kurz knackig.
Den Abschluss bildet „Wings of tragedy“, das direkt mit ner schönen Leadmelodie daherkommt, gepaart mit Frickeleinlagen. Kleiner Gag am Rande: Kurz bevor der Gesang das erste mal einsetzt klingt der Bass als wäre es ein Furz.. Ich hab mich weggeschmissen vor Lachen. Solide direkt einen vors Brett gezimmert als Abschluss dieser EP, dass es einem Leid tut, dass die coole Mucke gleich schon vorbei ist. Aber es gibt ja auch eine Repeat Taste… :)
Abschließend bleibt zu sagen: Ein herrliches Stück in griechischen Landen geschmiedeten Stahls. Jetzt mag man sich wundern warum ich nach der ganzen Lobeshymne „nur“ 9 Punkte vergeben mag? Jaahhhh, DAS ist die winzige Kehrseite der Medaille… Der Gesang ist extrem geil, keine Frage. Aber dass er extrem viel zweistimmig läuft geht einem ein bisschen auf die Eier mit der Zeit. Nicht extrem aber doch schon etwas. Der zweite Minuspunkt geht an den technisch sehr frickeligen und geschickten Leadgitarristen, der bei dem einen oder anderen Frickelstück sich ein wenig in den Tonleitern verhauen hat und „seltsame“ Töne verpackt hat.
Also, Brüder und Schwestern: Wer dieses Teil findet: Zuschlagen! Ausser Ihr steht auf Kloppdrauf-Metal, dann wird das Euer Tod sein! Hahaha. :)
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