Endlich mal kein Gerumpel ausm Pott. Das ist das Offensichtliche. Hier versucht es eine Truppe mit melodischem Stahl. Freudestrahlend fliegt die CD in den Player und… Oh mein Gott. Es ist lang, es ist öde und hat einen grauenvollen Text. Während des Openers bittet mich mein Player die CD wieder zu entfernen oder wenigstens ein Lied weiter zu drücken. Weit gefehlt, Kollege Player. Du gehörst zu meinem Arbeitswerkzeug und rumwhimpen gibts nicht! Ab dem Instrumentalpart wird’s wieder interessanter aber der Refrain… Der geht mal gar nicht. Ich komm aus dem Lachen über den Refrain nicht raus… Vielleicht versteh ich da auch nur was falsch aber mir isses zu platt. Wenn man schonmal alle Texte in das Booklet packt, dann muss man auch davon ausgehen, dass irgendwer sich diese Texte auch zu Gemüte führt… Irgendwie… Ich weiß nicht… Einfallslos. Platt, eben.
The Dragon ist zwar auch musikalisch ganz nett ausgearbeitet aber nett ist eben nur der kleine Bruder von Scheisse. Wobei… Scheisse ist es nie. Aber es ist auch nicht wirklich gut. Ab und an zeigt sich ein kleines bisschen Profil, ein Hauch von Bandcharakter aber über völlig bedeutungsarmes Mittelmaß kommt das Ganze nicht raus. Der Pott hat schon einiges an guten, jungen Heavy Metal Bands hervorgebracht aber FAIRYTALE gehören da nicht zu. Zu viel Mittelmaß, nichts was sich auf Dauer festfrisst, nichts was langfristig bleibt.
Sicher, die Band hat gute Ansätze und wer auf rohen, ursprünglichen Metal steht wird hier auch ein wenig Bedienung finden. Aber auch nur begrenzt, da die Band nach einer Entwicklung trachtet aber nicht soweit ist.
Insgesamt vergebe ich mittelmäßige aber nach oben tendierende 5,5 von 10 Punkten.
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