Die Stuttgarter Nu Metal Formation ST. ZION wurde 2008 als Nachfolgeband der Crossoverband SOULSOCKA gegründet. Auf ihrer Debut-EP “Willkommen Apokalypse” hat das Quartett Mitte letzten Jahres sechs Songs veröffentlicht, die ganz in der musikalischen Tradition von KORN und den DEFTONES mit einer Prise Neuer Deutscher Härte stehen.
„Schrei Lauter!“, heißt es im Opener und auch sonst plädieren die Songs mit ihren angenehm kritischen Texten dafür, aus dem Rahmen zu fallen und sich nicht dem System zu unterwerfen. Die textliche Revolution kommt in der musikalischen Umsetzung aber nicht ganz an. So ist „Brich aus“, von einigen Passagen härterer Riffs abgesehen, unverhältnismäßig zahm. Der Musik fehlt insgesamt eine gewisse Lockerheit: Sie ist zu verhalten, um richtig zu rocken und bremst sich mit den oftmals schleppenden Riffs selbst aus. Dabei gelingt es aber auch nicht, dazu passende doomtypisch-düstere Stimmung zu erzeugen. Der Gesang klingt teils zu gepresst; er ist zwar recht variabel, wirkt aber noch nicht ganz ausgereift.
So gibt es auf der EP zwar durchaus nette Ansätze, aber zu mehr reicht es nicht. Die unterschiedlichen Facetten, um die sich die Band durchaus bemüht, bleiben noch verbindungslos nebeneinander stehen und es will sich kein stimmiges Gesamtbild ergeben. Da bleibt zu hoffen, dass das Quartett bei ihrer nächsten Veröffentlichung etwas unverkrampfter zu Werke geht.
Die EP gibt es exklusiv auf der Homepage der Band zu erwerben.
Lineup:
Rudolf Hampel - Gesang
Volker Zeeb – Gitarre
Kornelije Casni – Bass
Jens-Christoph Maurer – Schlagzeug
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