Nachdem HOPSCOTCH 2008 auf ihrem Debut „Six Reasons to Rock“ vorgestellt haben ist auch jetzt der Albumtitel Programm, scheint doch die Musik des Quintetts wirklich „direkt von Herzen“ zu kommen. „Dirty Rock“ nennt die Band das, was sie macht – und richtig dreckig klingt es auch. Das Heavy Metal-Grundgerüst in Tradition von Bands wie AC/DC und VOLBEAT – mit denen HOPSCOTCH auch schon die Bühne teilten – wurde mal mit Sleaze Metal-Einfluss, dann wieder mit Rock’n’Roll angereichert und weist an anderer Stelle eine deutliche Punknote auf: Eine Mischung, die förmlich nach Party schreit. Die fünf Jungs aus Hessen wissen musikalisch, was sie tun und was sie wollen. Dazu passt auch der raue Gesang von Sänger Markus hervorragend, der etwas in Richtung MOTÖRHEAD tendiert, wenn die Stimme auch nicht ganz so kratzig wie bei Altmeister Lemmy Kilmister ist. Die Texte sind simpel, sie drehen sich vor allem um Alltagsthemen und lassen alles Verfängliche in Richtung Kritik und Politik außen vor. Schließlich will man Party machen und nicht herum diskutieren, daran lässt die Platte keine Zweifel.
Dominiert wird das Album von altbekannten, krachenden Riffs, die aber mit viel Spielfreude dargeboten werden. Die Songs sind straight und gehen voll auf die zwölf, wobei die schlagkräftigeren Songs ganz klar in der ersten Hälfte liegen. Neben den kantigen Anfangstracks wirkt „Such a pity“ sehr gefällig, macht aber trotzdem Spaß. Dazu trägt auch die hervorragende Produktion ihren Teil bei, die den elf Tracks ein druckvolles Rockgewand verpasst. Als Hightlight lässt sich gleich der Titeltrack „Straight from the Heart“ ausmachen, aber auch „Souls on Fire“ und auch “L.A. Dreaming” sind absolut solide Rocknummern. Wer DUST & BONES mochte und die RHINO BUCKETS gern hört wird sicherlich auch an „Straight from the Heart“ seine Freude haben.
Lineup:
Markus: Gesang
Stefan: Bass, Backing Vocals
Kai: Gitarre
Basti: Gitarre
Chiir: Schlagzeug
www.hop-scotch.de
Bookmark: