TIMEMAGE - Rebirth

TIMEMAGE - Rebirth

"Rebirth" von TIMEMAGE, ihr zweites Album inzwischen, ist eine eigensinnige Sache. Treibender, melodischer Hardrock, straighter Mainstreamgothic, Elektropop, alles in hymnischem Rahmen arrangiert und als Eigenproduktion auf den Markt gebracht. Eigentlich ist mir solch ein Mischmasch immer zuwider und gerade diese überkommerzielle Ausrichtung ätzt mich komplett weg.

Das Ausbleiben bestätigt jedoch immer wieder die Regel und wenn ich einen Song wie "Cosmic dance" höre, der schöne Keyboardlinien mit sich führt, irgendwie bohrend eingängiger Pop mit verzerrten Gitarren, Gothicflair und sich festsaugender Melodie, aber auch geilen Hardrocksoli ist, dann packt mich das bei den Hörnern.

Akustikgitarren und coole Rhythmen bei "Circle of eternity", einem wiederum in höchsten Tönen jubilierenden Bombastpophardrocker, lassen mich aufhorchen und irgendwie ist der ganze Song eine süße Popnummer, wie sie eigentlich vollkommen entgegen meiner Hörgewohnheiten liegt, aber gerade diese reduzierte Homestudioproduktion, die dennoch recht angenehm klingt und der Versuch, auch ohne Trällerelse NIGHTWISH Pompmetal zu spielen, dies aber mit einem Overkill an wirklich eindringlichen Melodien, machen das gute Stück zu einem geschmeidigen Ohrwurm. Und die Rhythmen gehen mit viel Groove in die Beine.

Bohar, Freunde, macht es mir doch nicht so schwer, Euch zu verabscheuen. Was wird das für ein Spielchen? Ein Hörtest mit lieben Freunden hat schon positive Reaktionen für dieses Projekt ergeben. Befinde ich mich mit meinen beunruhigend wohlwollenden Gefühlen diesem Album gegenüber also doch auf der rechten Spur?

Einen Hauch ostasiatischer Einflüsse haben TIMEMAGE verarbeitet, was aber auch nicht vom 80er Plastikpop ablenkt, der die Grundstrukturen bestimmt. Nun, ich bin durchaus Freund von 80er Plastikpopsounds und New Wave. Also sind TIMEMAGE auf dem gleichen rechten Pfad wie ich. Spielen können die beiden ja, komponieren und arrangieren auch. Entsprechend geht mein Daumen nach oben.

Mal die Halbwertszeit dieser doch sehr eingängigen Poprockstrukturen abwarten. Irgendwo ist das genial. Härter wird es zum Ende der CD hin, wo zwar weiterhin der straighte Heavyrock das Bild bestimmt, aber Sänger Stefan aber ordentlich grollt, keift und brüllt, zudem die Klampfen etwas derber im Vordergrund donnern. Diese krachenderen Ausbrüche bleiben aber ebenfalls Ausbleiber zur Regel.

Ein wenig Abstriche machen muss man beim melodischen Gesang, der so ganz okay ist, aber wobei auch nicht jeder Ton einen Volltreffer darstellt. Gibt dem Album eine bodenständige, charmante Note von Amateurhaftigkeit. Dieter hätte wohl gesagt, daß ihn das nicht wirklich flasht. Aber egal, ich bin nach wie vor recht angetan von der Scheibe. Geschmeidiger Poprock eben mit härterer und düsterer Kante.

Ganz kuschelig dann der Schluss. Käsiger Synthieteppich, käsiges Keyboardpiano, aber schön gespielt mit niedlicher Melodie. Kein Gesang. Käsig, weil Billigkeyboards, aber schön. Sehr lang übrigens, aber unaufdringlich und halt schön. Und was können die jetzt? Ich weiss immer noch nicht. Aber checkt die mal auf Youtube an

Bei Amazon suchen! Bei blackscaped.de suchen! 01. Rebirth
02. Cosmic dance
03. Circle of eternity
04. The demons choir
05. Where the cherry blossoms grow
06. Mountain spirits
07. Haunted well (The story of Okiku)
08. Lord of the beginnings
09. She who destroys
10. Keeper of the universe
11. Salvation

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

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Artikel eingestellt:
12.02.2012

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