MR. SONGBIRD - Lilly

MR. SONGBIRD - Lilly

Metal is our business... and business is good. Wir schreiben im Allgemeinen über Metal. Hard Rock. Heavy Metal. Thrash Metal. Death Metal. Black Metal. Pagan Metal. Folk Metal. Doom Metal. Und so weiter. Metal Metal eben. Und das nicht, wie obenstehendes Zitat vermuten lassen würde, einfach nur aus obskurem Geschäftssinn, sondern mit viel Enthusiasmus, Herz und Seele. Bei Metal District sind wir aber auch – und das finde ich persönlich so schön hier – offen für andere interessante Sachen, für Roots wie Blues oder Folk zum Beispiel. Dylan elektrisch ist ja quasi Metal, zumindest was die Attitüde anbelangt (nach der Bemerkung seh ich die Tomaten schon fliegen...)

Außer himmelschreiendem Pop kommt bei uns also so einiges auf den Tisch. Was uns außergewöhnlich erscheint halt. Und deshalb habe ich heute einen ganz besonderen musikalischen Tipp für euch, der mich mit dem ersten Hören einfach weggeblasen hat. Entschweben lassen ist wohl richtiger, denn es handelt sich um rein gar nichts Machine Head-mäßiges (weggeblasen-ihr versteht schon-besagtes Lied-nur falls jemand die Pointe nicht verstanden hat-Mist jetzt hab ich sie schon wieder selbst kaputtgemacht-blabla-Platzfüller-Zeichenverschwender).

Kurzum, ich spreche von einem tollen halben Album (5 Songs, folglich einer EP) mit Namen „Lilly“. Ein sprudelndes Folkensemble, geschrieben und eingespielt von der OneManBand die da heißt MR. SONGBIRD – der übrigens echt total aussieht wie ein gewisser Eric Bloom. Hat die Haare und alles. Das Artwork ist ebenfalls nicht zu verachten, Eine hawaiianische Eva entfesselt den orphischen Roots-Künstler. So ungefähr in der Richtung.

„Lilly“ überzeugt mit Leichtigkeit und Lebensfreude. Ein richtiger Langeweilekiller also. Und, wie gesagt, Folk, moderner Folk. Mit Kazoo und allem. Und 70erPsychedelicEinflüssen. Son bisschen zumindest. Für eine OneManBand durchaus beeindruckend. Und ganz umsonst reinhörbar, auf Bandcamp nämlich. Deshalb schlage ich jetzt vor: für den Rest der Rezi lasst ihr das Album nebenherlaufen (www.mrsongbird.com). Bitte. Ich will und muss diesem jungen, kanadischen Einzelkämpfer in den anklick-und-reinhör-Olymp verhelfen, koste es was es wolle (nur bitte nicht meinen Outputplatz hier)! Erscheine ich euch etwa besessen von „Lilly“? Bin ich auch. Seit zwei Wochen summ ich „Goodbye Big City“ vor mich hin, kazoobesoffen und vernebelt: „And it blows in my hair... and it blows everywhere...“ yeahyeahyeah! Aber fangen wir von vorne an: „Why Don't You Want My Love?“ ist eine knackig-psychedelische, hammondgetragene Nummer mit, ja oh ja, Tambouriiiiiiiin. „Primitive Feeling“, gleich wieder ganz anders, Bluegrass mit einem Zwinkern. Dann kommt das bereits erwähnte grandiose „Goodbye Big City“ und bereitet schon auf „Puppets“ vor: da groovt's und rhythmisiert's wie sonst bei Ray Cooper. Der Titelsong schließt das versatile (aber ebenso konsistente) Kurzalbum als gediegene Ballade mit ausgeglichener Instrumentierung ab. Und über diesem musikalischen Feuerwerk (André Rieu lässt bei der altbackenen Wortwahl meinerseits grüßen) liegt auch noch diese tolle, halbnäselnde Countrystimme eines MR. SONGBIRD...

Wie ihr seht, ich bin Feuer und Flamme. Feuerwerk und Geige sogar. Mal schaun, ob meine Begeisterung auf euch überspringt oder ich mit Buhrufen überschüttet werde. Ich hab heute nur noch eins zu sagen: Independent Artists an die Macht! Wir brauchen wieder mehr Freigeister, ob in Metal, Rock, Blues oder Orgelmusik. MR. SONGBIRD ist einer von ihnen.

Nächstes Mal gibt's wieder was aus dem regulären Rezensionsstapel. Dann hört das mit der überschwenglichen Benotung wahrscheinlich auch wieder auf. Oder? Lass' dich überraschen... bald wird es geschehn... *lala*

Bei Amazon suchen! Bei blackscaped.de suchen! 1. Why Don't You Want My Love?
2. Primitive Feeling
3. Goodbye Big City
4. Puppets
5. Lilly

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Zu dieser Rezension:

Autor:
Thunderhead

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Artikel eingestellt:
21.09.2013

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