DRÅP - En naturlig död

DRÅP - En naturlig död

Erst dachte ich, hier liegt mir eine alte DISMEMBER Platte vor, die "Pieces" EP. Dann aber wunderte ich mich, dass ich die Songs nicht kenne. Die punkig verkrustete Art des Spiels war auch nicht so ganz DISMEMBER like, viel roher und dreckiger als alles was der alten Death Metal Helden Diskographie es je hergab. Wer zum Teufel hat mich hier auf dem richtigen Ohr erwischt?

DRÅP aus Sundsvall im Norden Schwedens sind es. Eine Gruppe junger Männer, die sich gekonnt zwischen räudigem Crustcore britischer Prägung und altem Deathmetal schwedischer Prägung mit einem leichten Grindcoreeinschlag verschrieben haben. Zehn Stücke werden in knapp 23 Minuten durch die Boxen geprügelt, dass es eine wahre Freude ist, auch wenn Innovationen lieber anderen Kapellen überlassen werden. Der Schwung, die Leidenschaft und das sehr punktgenaue Spiel der Burschen macht mich an und gibt den rasenden Eruptionen ein Gesicht.

Die Band geht im Underground noch als Crustcore / Grind durch, aber die infernalisch jaulenden Leadgitarren, dezenten Melodien, zermalmenden Riffs und Breaks sprechen eindeutig für Deathmetal und auch der kehlig heisere Stimmfall von Growler Joche liegt näher am alten Stockholm Deathmetal der Marke ENTOMBED und DISMEMBER als beim HC Punk. Hier und da unterbricht die Band mal ihr treibendes Getöse und bringt kurze Heavypassagen in die Stücke ein, damit auch die Matte mal rotieren darf. Gesungen wird übrigens in der Muttersprache, was früher beim alten Deathmetal ja nicht der Fall war.

DRÅP wurden ursprünglich als musikalischer Tribut an Joches verstorbene Mutter gegründet, entwickelten sich allerdings rasch zu einer lebendigen und sehr intensiven Liveband. Diese Intensität auf Scheibe zu retten ist den vier Jungs gelungen. Die beiden Langhaarigen und die beiden Kurzhaarigen ergänzen sich hervorragend. In der aktuellen Szene sollte dieses brodelnde Stück Deathmetal und Crustcore bestens ankommen, da Bands dieses Kalibers wieder das Crossoverpotential beider Bereiche ausloten und das Flair betörender Fäulnis des ursprünglichen Deathmetals, sowie die schiere, jedoch lebensbejahende Wut des Crustcores zu einem wahrhaftig eruptiven Klangerlebnis zusammenführen.

Die Aufmachung der CD (eine limitierte LP gibt es auch) ist spartanisch, jedoch sehr gut, der Klang ist einfach perfekt, voller Kraft und Dynamik, roh und direkt und doch sehr transparent. Hier stimmt einfach alles und währen DRÅP 23 Jahre früher dran gewesen, so würde man heuer von einem Klassiker des Schwedendeathmetals sprechen. Diese Band wäre auf jeden Fall ein geiler Opener für das HELL OVER HAMMABURG Festival oder beim METAL MAGIC, eventuell gar beim PARTY SAN (weil es das kultige HELL'S PLEASURE ja nicht mehr gibt). DRÅP können verdammt alles und ich habe in den letzten Jahren kaum mehr eine solche Band erwartet. Die werden noch verdammt groß.

 

Besorgt Euch das Album hier
http://drapcrust.bandcamp.com/releases

       
         
         
         
         
         
         
         
         
     

 

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02. Avsked
03. Förstörd
04. Häktad
05. Horblod
06. Nekad Till Vård
07. Vedergällning
08. Höstmörker
09. Ett Hopplöst Fall
10. En Naturlig Död

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Zu dieser Rezension:

Autor:
SirLordDoom

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Artikel eingestellt:
19.11.2014

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