Die Bezeichnung Melodic Death Metal is ja so ne Sache für sich. Keine ganz leichte Frage wie viel Melodie Death Metal verträgt oder wie viel Krach man machen kann ohne dass die Melodie baden geht…
Bei ART OF VIOLENCE aber darf ich hier mal ganz zu Recht behaupten dass sie melodischen Death Metal auf ihre neue Scheibe „Shadows of the past“ gepresst haben. Die Band aus Pforzheim lässt es auf ihrem ersten Longplayer eine halbe Stunde lang ordentlich krachen und das nicht zu knapp. Schon beim ersten Hören fällt der Schwung und die Energie auf, die in den sieben Stücken steckt. Der Opener „Me against myself“ haut gleich mal voll rein: nach einem sehr rhythmischen Anfang folgt schnelles, wuchtiges Schlagzeugspiel, dominiert von eingängigen Gitarrenriffs. Sänger Björn legt sich dabei richtig ins Zeug und schreit und brüllt ordentlich was weg. „Hellfire“ danach besticht durch seine brachiale Gitarrenwucht und seinen astreinen Mitbrüll-Refrain. Das kurze Intrumental „Memories“ bleibt leider zwischen den flotten Stücken etwas auf der Strecke, ist aber ein wunderbares Intro für meinen Anspieltipp der Platte: „Risk to fall“. Das Stück ist der Hammer! Eine sehr schnelle Nummer mit ohrwurmgeeigneter Melodie und einem Refrain bei dem man einfach mitsingen muss – das Stück braucht sich hinter Liedern von Genregrößen wahrhaftig nicht zu verstecken! „Alone“ knüppelt danach richtig, ein krachender Abstecher in weniger melodische Gefilde des Death Metal. „Dawn of December“ lässt es dann etwas langsamer dafür sehr gitarrendominiert und melodisch angehen und das wuchtige „Dispatched“, das sehr nach alter Schule klingt, rundet die Sache perfekt ab. Fast schade dass nach einer halben Stunde schon wieder Stille herrscht.
Im Schnitt erst um die 20 haben die fünf Mannen von ART OF VIOLENCE eine ausgezeichnete, klangtechnisch sehr gute Scheibe mit einer Menge Energie gezimmert die von mal zu mal hören immer besser wird. Eine echte Nachwuchshoffnung also! Ich für meinen Teil bin sehr gespannt was danach kommen wird.
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