metal-district.de presents: ANNEKE VAN GIERSBERGEN in Nürnberg

SONIC REIGN

Interview mit Ben




SONIC REIGN konnten mit "Raw Dark Pure" einiges an Staub in der deutschen Black Metal Szene aufwirbeln. Ihr moderner Black Metal tritt mächtig Arsch, und wem die letzte SATYRICON nicht so zusagte, der sollte unbedingt SONIC REIGN anchecken. Um besagte Norweger und die neue Scheibe geht es unter Anderem in diesem per E-Mail geführten Interview.


Hi Ben, zuerst einmal...wie geht es Dir?

Danke, es geht mir gut.

Habt ihr mit diesen euphorischen Reatkionen gerechnet?

Wir haben darauf gehofft. Das Album ist sehr stark, aber wie es in der Presse aufgenommen wird kann man vorher natürlich trotzdem nie genau sagen.

Beschreib mal die einzelnen Lieder textlich, oder schildere um was es textlich in den Liedern geht.

Die Frage kann ich nicht kurz beantworten ohne den Texten damit Unrecht zu tun, aber scheiss drauf. Letztendlich werden menschliche und gesellschaftliche Fehler beschrieben. Die Texte sind nüchtern formuliert ohne in ein Fuck-die-Welt-ist-so-schlecht-Geheule zu verfallen.

Habt ihr ggf. schon oft gehört, aber was bedeutet der Name Sonic Reign?

Übersetzt ungefähr soviel wie „Schallherrschaft“. Wir mochten diese Mischung aus modern und oldschool. Hinter dem Namen vermutet man nicht gleich einen bestimmten Stil Black Metal zu spielen und insofern hat er etwas Erfrischendes.

Welcher Song ist Dein Favorit?

Eigentlich höre ich das Album immer komplett durch. Das Niveau bleibt immer gleich hoch, so dass ich keinen Favoriten im eigentlichen Sinne habe. „Salt“ höre ich aber fast immer wenn ich nur mal kurz Zeit habe in das Album reinzuhören.

Warum seid Ihr nur zu zweit? Keine Lust auf Band?

Anfänglich gab es einfach keine fähigen Musiker in unserer Gegend, mittlerweile steht der Einstieg weiterer Musiker jedoch nicht mehr zur Debatte. Wir wollen Kompromisse vermeiden und die gibt es fast zwangsläufig wenn mehr Leute in einer Band spielen.

Wie entstehen die Songs bei Euch?

Sehr unterschiedlich. Teilweise sehr spontan bei den Proben, teilweise auch über Monate hinweg in unseren Köpfen. Es ist jedes Mal etwas ganz Besonderes für mich wenn ein neuer Song fertig wird.

"Raw, Dark, Pure", ist das als Beschreibung für Eure Musik zu verstehen?

Es ist auch eine Beschreibung des Materials auf diesem Album, ja. Der Titel passt einfach perfekt zu dem Album und stand auch schon sehr früh fest.

Da Ihr ja einen deutlichen Einfluss von Satyricon habt, welches Album ist Dein Favorit von denen und was hältst Du von "Now, Diabolical"?

Mein ganz klarer Favorit ist „Rebel Extravaganza“. „Now, Diabolical“ finde ich auch sehr gut, vor allen Dingen Live war das Zeug der Hammer.

Ihr habt ja ein bandeigenes Label. Wird es auf diesem in Zukunft auch andere Bands zu finden geben?

Wenn, dann sicher erst in ferner Zukunft. Das hängt generell aber auch von einigen Schritten ab, die wir im Laufe der nächsten paar Wochen gehen oder nicht gehen werden. Ziel war es schon auch andere Bands auf Sovereignty Productions zu veröffentlichen, ihnen eine gute Plattform zu liefern, aber dieses Ziel scheint momentan sehr schwer erreichbar.

Was würdest Du jungen aufstrebenden Bands mit auf den Weg geben?

Bleibt immer schön misstrauisch. Das falsche Label kann eine Band kaputt machen.

Was bedeutet Black Metal für Dich?

Black Metal ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Aber nicht so ein Scheiss wie eine komplette Lebenseinstellung oder so was.

Gibt es deutsche Black Metal Bands, die Du gerne hörst bzw. empfehlen kannst?

Na klar. Zum Beispiel Geist, Dark Fortress, Fluoryne und Sectrets of the Moon. Auch was ich bisher von Farsot gehört habe ist klasse. Es gibt gerade in den letzten 2 Jahren einen deutlichen Qualitäts-Schub im deutschen Black Metal.

Wann gibts Konzerte?

Da müssen wir mal sehen wann und wo es gute Möglichkeiten gibt aufzutreten. Außerdem gibt es auch zeitliche Probleme, wir arbeiten beide, Sebastian hat eine Familie…

Deine Top 5 derzeit und alltime?

Derzeit höre ich neben „raw dark pure“ gerne Turbonegro und Dies Ater, viel zum Musikhören komme ich momentan allerdings leider nicht.
Zu meinen Lieblingsscheiben gehören unter anderem „Rebel Extravaganza“, „Anthems to the Welkin at Dusk“, „King for a day and Fool for a Lifetime”, “Youthanasia” und “In Absentia”.

Das war´s auch schon wieder. Die letzten Worte gehören Dir...

Ich danke Dir für das Interview. Viel Erfolg mit Eurem Zine.

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Zu diesem Interview:

Autor:
ehemaliger Mitarbeiter

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Artikel eingestellt:
30.10.2006

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