metal-district.de presents: Not Dead Yet - Fest 5

FESTUNG OPEN AIR - Bitterfeld (22. - 23.05.2010)

Bericht von Carolin Bayer

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Im Mai 2010 war es mal wieder soweit , die „United Metal Maniacs“ veranstalteten nunmehr zum 8ten Mal ihr „Festung Open Air“ bei Bitterfeld. Neuer Veranstaltungsort war ein Wiesengelände beim Segelflugplatz Renneritz der, wie der Alte auch gut aufzufinden war. Man fand auch alles (Merchandisestände, Fress-und Saufbuden, Partyzelt, Toiletten, Waschecke) wie gewohnt vor so dass der neue Platz nichts vermissen ließ. Auch das Trink-Markensystem wurde wie eh und je beibehalten.

Für alle die gar nicht früh genug dem Alltag entkommen, konnten war auch schon ab Freitag geöffnet, der Hauptanreisetag war aber wohl der Samstag an dem auch die ersten der immerhin 16 Bands spielten.

 

Auf zum Samstag...

Auf die Sekunde genau um 15:30 Uhr schossen nun die ersten Riffs der deutschen Thrash Metaller NOCTURNAL aus den Dosen. Mit immerhin schon 10 Jahren Bandgeschichte und einer Nocturnal Armlänge an Veröffentlichungen was Splits und Eps angeht konnte man sich einem gut gelaunten und gespannten Publikumsmob präsentieren der ordentlich zur Musik bangte. Ein flotter Auftakt und genau die richtige Wahl um die Stimmung anzuheizen.

Danach kamen die Serben THE STONE auf die Bühne, um den Leuten ihren doch recht technisch versierten aber trotzdem traditionellen Black Metal um die Ohren zu blasen. Auch Material vom neuen Album bekam man zu hören mit leichtem Einfluss alter Immortal. Allerdings schien das ganze trotzdem nicht soviel Leute wie vorher noch bei Nocturnal zu interessieren, man war doch deutlich verhaltener.

DIE HARD aus Schweden polterten nun Deaththrash der alten Schiene runter. Das Trio war aggressiv und druckvoll und erntete dafür einiges an Anerkennung im Publikum. Auch Venoms „Countess Bathory“ wurde zum Besten gegeben.

Es folgte der Gig der Rumänen NEGURA BUNGET, der im Bereich Atmosphäre von keiner anderen Band übertroffen wurde. Weit ab vom Old-School Dreschflegel bewegte man sich hier im folkloristisch angehauchten Black Metal Bereich und präsentierte sich mit einer Auswahl an verschiedenen Instrumenten wie Panflöte, Trommeln usw. Ein reines Percussion Instrumental wurde auch gespielt was sich nahtlos in den Auftritt einfügte. Sehr geil, dachten sich wohl so einige denn es füllte sich gut vor der Bühne.

Nun war es Zeit die ersten Australier auf die Bretter zu schicken. VOMITOR droschen ihren Thrash Metal durch die Gefilde und erfreuten die Kuttenträger die fleißig Murmeln schüttelten.

GehennaAb dem dann folgenden Co-Headliner blieb es norwegisch bis zum bitteren Ende auf der Bühne.

Co-Headliner waren also GEHENNA ein wahrer Kultakt aus den Hochzeiten des nordischen Black Metals. Vor der Bühne war es auch dementsprechend voll und nachdem man sich warm gespielt hatte, ging die Musik tatsächlich runter wie schwarzes Öl. Waren die Leute noch verhalten bei Liedern aus der jüngeren Bandgeschichte, rastete man bei alten Hits total aus. Ein schöner Gig ohne Frage, leider ohne Zugaben. Als nächstes war der Headliner TULUS dran. Auch seit Anfang der Neunziger im Geschäft ist diese Band trotz guter Alben doch eher noch ein Geheimtipp für manchen gewesen. Musikalisch geht man auch oft eher in rockige Gefilde. Selbige Leute gründeten auch Khold. Alles in allem ein schöner Gig und wieder eine Bühnenrarität – den Leuten hatte es gefallen, sie feierten Tulus und brüllten nach Zugaben.

Das Schlusslicht am Samstag bildeten SAHG, die eine Art Heavy DoomMetal spielten. Auch das fand bei einigen Leuten gefallen, der Rest verkroch sich schon ins Partyzelt um bis in die Puppen zu zechen und zu alten Hits aus der Dose zu feiern!

 

Das Wort zum Sonntag...

knallte einem pünktlich um halb Vier in Form der Deutschen Black-Thrasher KETZER um die Ohren. Die noch recht neue Kapelle konnte schon mit ihrem Debut Album und diversen Liveauftritten punkten und ließ auch hier nichts anbrennen. Danach kamen die Franzosen um AFFLICTION GATE. Ihr Oldschool Death schaffte es aber kaum die Leute wachzurütteln, was man an den recht verhaltenen Reaktionen bemerken konnte. Vielleicht steckte aber auch noch die Müdigkeit in den metallenen Knochen.

Weit offener empfing man dann schon das Italo-Speed-Metal-Gespann BAPHOMETS BLOOD die mit ihren eingängigen fetzigen Riffs, gedoppeltem Gesang bei jedem Kuttenträger punkten konnten.

Danach wurde es wieder schwarzmetallisch mit KILL aus Schweden .In bester Corpsepaint und Blut-Manier versuchte man das Publikum für sich zu gewinnen, was schwer gelang. Stumpf ist Trumpf war wohl hier diNachtmystiume musikalische Devise – Geschmackssache...aber bleiben wir in Schweden. TRIDENT betraten die Bühne eingeleitet durch ein Conan der Barbar Intro. Musikalische bewegte man sich vor allem im schwedischen Black Metal Bereich mit gekonnten Death Anleihen, immer darum bemüht ein flottes Tempo zu halten. Frontman Tobias stachelte motiviert die Leute an alles zu geben. Guter Liveauftritt für die doch noch recht frische Kapelle.

Als nächstes kamen dann auch endlich die wohl lang erwarteten NACHTMYSTIUM als Co-Headliner auf die Bretter. Nach mehrmaligen Absagen hatten sie es endlich nach Deutschland geschafft. Vor der Bühne war es gut gefüllt und man war gespannt was einen erwarten würde. Das Set wurde in zwei Teile aufgeteilt, im ersteren spielte man wohl ältere Black Metal Sachen und im zweiten wurden die neueren Songs gespielt. Live war die Band jedenfalls wirklich brachial und die Zuschauer würdigen das mit jeder Menge Applaus und fliegender Matten.

In einer kurzen Ansage wurde dem Publikum dann mitgeteilt das sich der Headliner verzögern würde und das nun erste die JAILBREAKERs spielen würden. Extra für den Abend verkaufte Tickets für AC/DC-Rock-Interessierte lockten ein breit gefächertes Publikum an. Mit Zugaben und einem guten Mix aller AC/DC Hits heizte man den Leuten ein. Auch optisch näherte man sich dem Original nicht schlecht. Ein wirklich guter Anheizer um die Leute nochmal richtig für den Headliner anzustacheln.

Dann war es auch endlich soweit, ohne jegliche Ansagen schossen GOSPEL OF THE HORNS aus allen Black-Thrash Rohren in aggressivster Manier. Der Publikumsmob wuchs und wuchs und Leute und Band gaben wirklich alles. Die Jungs auf der Bühne zelebrierten wirklich ihren Kult und so kam jeder auf seine Kosten der so lang auf diese Band gewartet hatte. Ein definitiv würdiger Headliner-Gig!

Gospel of the Horns

Wer nun immer noch nicht genug, hatte traf sich wieder im Bierzelt, mittlerweile hatte sich auch Regen eingestellt, auf eine letzte Runde bis zum Morgengrauen.

 

Fazit: Also wer auf Old-School Metal mit Ausschweifungen in neuere Gefilde und familiäre Atmosphäre Wert legt, kommt am Festung-Open- Air einfach nicht vorbei. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt für heutige Verhältnisse allemal. Man ist umsorgt und fühlt sich wohl.

Überzeugt euch 2011 am Besten einfach selbst! Prost!

 

 

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27.06.2010

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