ULTIMATUM - Into the Pit

ULTIMATUM - Into the Pit

Was für Bands sich heutzutage die Begriffe „Thrash Metal“ und vor allem „old school“ auf die Fahne schreiben, ist mir nachwievor ein Rätsel. Genau so eine Band ist das amerikanische Quintett ULTIMATUM um Frontmann Scott Watters, welches nun mit der Scheibe „Into the Pit“ bereits den 4. Streich ins Rennen wirft. Das erste, was mir bei diesem Wunderwerk auffiel, als ich das Booklet durchblätterte, waren christliche Texte, die den gemeinen Metalhead zum „richtigen“ Glauben bekehren sollten, welche nun doch recht, sagen wir, „ausgefallen“ für Musik härterer Gangart sind. Nach etwas Recherchearbeit wundert diese Grundeinstellung jedoch weniger, da Herr Watters in seinem Zine „No Life ‚til Metal“ über „just horrible lyrics“ von Klassikerbands wie DESTRUCTION, SABBAT oder SODOM, aus dem einfachen Grund des „look how evil we are“ Images, das eben verkörpert wurde, herzieht und andererseits die eigene Band autoglorifiziert und mit ANNIHILATOR, OVERKILL und MEGADETH auf eine Ebene stellt.  

Da wir hier aber zum einen über die Musik sprechen wollen, die ULTIMATUM hier abliefern und zum anderen in Sachen Attitüde auch recht tolerant sind, wollen wir mal nicht so sein, drücken beide Augen so fest zu, bis das Blut aus ihnen tropft, wie bei Marienstatuen und konzentrieren uns auf die reine Musik. Um es aber kurz zu machen: „Into the Pit“ ist ein Album, bei dem man ab dem ersten Song denkt: “Kennste einen, kennste alle.“. Langweilige Songstrukturen, ungefähr einen Rhythmus während des ganzen Albums, der in einem wirklich stinklangweiligen Tempo runtergespielt wird und zur Krönung darauf noch Gitarren gelegt, die weder wie die zur Eigenpräsentation herangezogenen OVERKILL, noch wie FORBIDDEN klingen und die Künste des Drummers nochmals in punkto Eintönigkeit übertreffen. Für das verhunzte IRON MAIDEN Cover von „Wrathchild“ sollten die fünf Herren allerdings ans Kreuz genagelt werden.  Es gibt einfach ein paar Sachen, bei denen auch meine Toleranz ihre Grenzen hat, und da gehören derart miese Covers von solch einer Götterband dazu.

Abschließend lässt sich sagen, wer für solch eine Band noch Geld aus dem Fenster werfen will, sollte das Geld vielleicht lieber doch der örtlichen Kirche spenden, um den neuen 3er BMW des Pfarrers zu finanzieren. Selbst da ist das Geld besser aufgehoben, als bei dieser (Oblaten-)Platte.     

1. One for All
2. Exonerate
3. Deathwish
4. Blood Covenant
5. Heart of Metal
6. Wrathchild (Iron Maiden Cover)
7. Transgressor
8. Blink
9. Blind Faith
10. Into the Pit (Instrumental)
11. Game Over