MEAN STREAK haben im Booklet komische Masken auf. Wie SLIPKNOT. Nur, dass sie weder aus Iowa kommen noch modernen Mainstreamschrott machen, denn die vier Schweden haben sich dem guten, alten NWOBHM verschrieben. Zumindest auf dem Promozettel... in der Realität würde ich die zehn Songs des Debütalbums „Metal Slave“ auf Anhieb in die Power Metal-Schublade stecken, aber damit sind die NWOBHM-Einflüße ja trotzdem gegeben, und bei genauerem Hinhören erschließt sich eine Vielzahl klassischer Hard Rock-Riffs.
Insgesamt präsentieren sich MEAN STREAK knackig dynamisch und hauen uns eine eingängige Melodie nach der anderen um die Ohren, am Sound kann man ebenfalls nicht mäkeln. Schönerweise halten auch die Vocals einer eingängigen Prüfung stand, denn an diesem Punkt hapert es ja bei so mancher Band aus diesem Bereich, doch Sänger Andy La Guerin beherrscht seine Stimme einwandfrei und wendet sein Können auf vorteilhafte Weise an, was bedeuten soll, dass er nicht in unnötig hohen Lagen rumgurkt, sondern seinen Gesang den Melodien auf hellem, aber nicht kreischendem Niveau anpasst.
„Metal Slave“ ist ein durchschnittliches Album ohne große Überraschungen oder Mißgriffe. Wenn MEAN STREAK kontinuierlich am Ball bleiben, könnten sie sich in der europäischen Power Metal-Szene durchaus einen passablen Platz erspielen.
Anspieltipps: Battle Within, Raise Your Hands, Carved In Stone, Metal Slave.